US-Anbieter hofft auch Zugewinne
HP mit schnelleren Tintenstrahl-Druckern

Der amerikanische IT-Konzern Hewlett Packard (HP) hat seine Tintenstrahldrucker auf Tempo getrimmt. Die neuen Farbprinter drucken mit der so genannten Edgeline-Technik nun fast genau so schnell wie Laserdrucker - und das dank einer neuen blattbreiten Anordnung der Düsen.

DÜSSELDORF. Sie eignen sich dadurch laut HP auch für große Druckaufträge und könnten als zentrale Druckstationen in Rechnernetzen eingesetzt werden, wo bislang nur Lasergeräte zu finden sind.

Tintenstrahldrucker dienen bisher vor allem als Tischgeräte am Arbeitsplatz oder für Büroarbeiten zu Hause. Manche nutzen sie auch bevorzugt für das Ausdrucken digitaler Fotografien. Weil aber der Druckkopf über die volle Seitenbreite bewegt wird, können Tintenstrahl-Geräte nicht mit der hohen Druckgeschwindigkeit der Lasergeräte mithalten. Zudem sind die Tintenspritzer vergleichsweise teuer im Betrieb.

"Mit der neuen Technik haben die Techniker die Nachteile beseitigt", sagt Michael Sauter, bei HP Marktmanager für Großkunden im Gespräch mit dem Handelsblatt. Sie haben die Druckköpfe versetzt auf der gesamten Druckbreite angeordnet. Das zeitraubende Hin- und Herfahren des Druckkopfes entfällt. Die Blätter werden nun wie beim Lasergerät unter dem Druckkopf durchgeführt und in einem Zug blattbreit bedruckt. Die Köpfe sind variabel angeordnet und richten sich je nach Format (Din A4 oder Din A3) automatisch aus.

"Die neuen Drucker erzielen Geschwindigkeiten von mehr als 50 Seiten pro Minute", sagt der HP-Manager. Und durch eine verbesserte Druckkopftechnik - 10 500 Düsen spritzen die winzigen Tintentropfen computergesteuert aufs Papier - sei der Verbrauch deutlich reduziert worden.

Die ersten Geräte werden zurzeit bei ausgewählten Kunden in der Praxis getestet. Im Frühjahr will HP erste Geräte auf den Markt bringen. Außer in Netzwerkdruckern solle die Edgeline-Technik in Fotokiosk-Systemen eingesetzt werden, die innerhalb von fünf Sekunden Ausdrucke in Fotolabor-Qualität liefern.

Im Büromarkt hofft der Druckerhersteller im ersten Jahr auf einen Marktanteil von zehn Prozent. Das sei durchaus realistisch, sagt Gartner-Analystin Cécile Drew. Noch wird in den Unternehmen zwar überwiegend schwarz-weiß gedruckt. Doch der Trend gehe nun auch in den Büros eindeutig in Richtung Farbe, sagt die Analystin.

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