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US-Gefängnisstrafe für deutsche Infineon-Manager

Drei deutsche und ein amerikanischer Mitarbeiter des Münchner Halbleiter-Herstellers Infineon müssen wegen illegaler Preisabsprachen in den USA ins Gefängnis. Die vier Manager hätten sich schuldig bekannt, teilte das US-Justizministerium am Donnerstag in Washington mit.

dpa WASHINGTON. Drei deutsche und ein amerikanischer Mitarbeiter des Münchner Halbleiter-Herstellers Infineon müssen wegen illegaler Preisabsprachen in den USA ins Gefängnis. Die vier Manager hätten sich schuldig bekannt, teilte das US-Justizministerium am Donnerstag in Washington mit.

Sie hätten sich mit Gefängnisstrafen von vier bis sechs Monaten und je 250 000 Dollar Geldstrafe (rund 188 000 Euro) einverstanden erklärt. Diese Vereinbarung müsse noch von einem Gericht in San Francisco bestätigt werden.

„Dieser Fall unterstreicht unsere Entschlossenheit, in- und ausländische Verschwörer, die amerikanische Verbraucher schädigen, zur Rechenschaft zu ziehen“, teilte Hewitt Pate, Leiter der Kartellabteilung im Justizministerium, mit. „Wahre Abschreckung funktioniert nur, wenn die Täter auch Gefängnisstrafen bekommen und nicht, wenn Unternehmen nur zu umfangreichen Geldstrafen verurteilt werden.“

Das US-Justizministerium verdächtigt mehrere Unternehmen wegen Preisabsprachen in der Dram-Speicherchip-Branche zwischen 1999 und 2002. Infineon hatte sich als erstes im Oktober schuldig bekannt. Die deutsche Firma musste 160 Mill. Dollar Strafe bezahlen. Das Justizministerium hat seine Untersuchung nach eigenen Angaben noch nicht abgeschlossen.

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