US-Regulierungsbehörde prüft Maßnahmen
Kampf gegen Spam - auch drahtlos

Unerwünschte Mails überschwemmen das stationäre Internet. Das gleiche Schicksal droht nun auch den Nutzern drahtloser Dienste.

hiz DÜSSELDORF. Die US-Regulierungsbehörde für den Kommunikations- und Telekommunikationssektor FCC ist bereits besorgt, dass die Spam-Flut auch die Handywelt treffen könnte. Deswegen arbeiten die amerikanischen Regulierer an Maßnahmen gegen so genannten Wireless Spam. Bis Ende September sollen Vorschläge eingebracht werden, wie gegen Spam-Mails, die an Handys oder andere internetfähige tragbare Geräte verschickt werden, vorgegangen werden kann. Wie der Branchendienst Cnet berichtet, sei das Problem der unerwünschten Massenmails, die auf Handys, Smartphones oder internetfähigen PDAs landen, fast ebenso groß wie das Spam-Problem bei stationären Computern. Die gegenwärtigen Vorkehrungen, die von Mobilfunkprovidern etwa gegen unerwünschte Massen-SMS ergriffen werden, würden sich zunehmend als unwirksam erweisen, so Experten-Stimmen. Der Grund dafür sei, dass internetfähige Handys, auf denen E-Mails abgerufen werden können, mittlerweile zum Standard werden.

Wie die Internetseuche stellt auch "Wireless Spam" ein finanzielles Problem für die Empfänger dar, da der Empfang von SMS oder anderen Nachrichten gebührenpflichtig ist. Vor allem in den USA schrecken deswegen nach Angaben von Spezialisten viele Kunden vor den Datendiensten zurück. Die Initiative der FCC, mögliche Gesetzesmaßnahmen gegen "Wireless Spam" auf den Weg zu bringen, wird daher auch von den Telekommunikationskonzernen begrüßt, so eine Stellungnahme der Cellular Telecommunications & Internet Association (CTIA).

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