Verbandsangaben
Deutschland bei RFID in guter Position

Deutschland hat bei RFID-Funketiketten nach Verbandsangaben große Chancen, die Führung im weltweiten Wettbewerb zu übernehmen.

dpa HANNOVER. Deutschland habe hervorragende Softwarespezialisten sowie eine gute IT-Infrastruktur, teilte der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) am Donnerstag auf der Cebit in Hannover mit. Außerdem sei hierzulande traditionell der Bereich Systemtechnik stark. Der RFID-Markt dürfte weltweit bis 2008 auf 2,5 Mrd. (2004: 400 Millionen) Euro steigen, sagte der Vorsitzende der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE, Alexander Roeder.

RFID ist einer der Themenschwerpunkte der diesjährigen Cebit. Die Radio Frequency Identification (RFID) ist ein Funkstandard, der ohne Berührung und Sichtkontakt Daten von einem Transponder lesbar macht. Anwendungsmöglichkeiten finden diese Funketiketten in Industrie, Handel, Dienstleistung oder Logistik. Der Einzelhandelskonzern Metro testet die Funkchips bereits und erhofft sich von der neuen Technik Einsparungen in Millionenhöhe.

Die EU hat nach Angaben der Kommissarin Viviane Reding eine Anhörung zur Funktechnik RFID auf den Weg gebracht. "Wenn wir das Vertrauensproblem in die RFID-Technik nicht lösen, wird sie nicht durchstarten können", sagte Reding auf der Cebit.

Viele Menschen hätten datenschutzrechtliche Bedenken gegen die neue Technologie, die nach Meinung vieler Experten schon bald die weltweite Logistik aber auch das Einkaufen im Supermarkt revolutionieren könnte. Der Markt werde in den nächsten Jahren sehr schnell wachsen, sagte Reding. Darauf müsse die EU reagieren. "Das ist eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit." RFID könne sich jedoch nur dann durchsetzen, wenn alle Zweifel aus dem Weg geräumt seien.

Ende des Jahres will die EU-Kommissarin konkrete Vorschläge zum Thema vorlegen. Bis dahin werde sie sich mit Verbraucherschutzorganisationen, Wirtschaftsverbänden und Regierungen zusammensetzen, um den Einsatz von RFID und die damit verbundenen Probleme zu erörtern, sagte Reding. "Wir brauchen beispielsweise auch einen einheitlichen Standard nicht nur für Europa sondern weltweit."

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