Verbraucherschützer raten zur Vorsicht
Beerdigungen beim Online-Discounter

Der Volksmund weiß es schon seit Jahrhunderten: „Nichts ist umsonst, nicht einmal der Tod, denn der kostet das Leben.“ Aber inzwischen kostet der Tod auch richtig viel Geld: Fast 3,7 Milliarden Euro haben die Bundesbürger im vergangenen Jahr dafür bezahlt, dass ihre 821 000 Toten unter die Erde kamen.

HB BERLIN. Im Durchschnitt, so hat die Stiftung Warentest ausgerechnet, müssen für eine Bestattung 4500 Euro veranschlagt werden. Im Internet sind deshalb jetzt die ersten „Discount-Bestattungen“ im Angebot. Das Online-Beerdigungsunternehmen „volksbestattung.de“ wirbt seit kurzem mit einem bundesweiten Basis-Preis von 544 Euro um Kundschaft.

Darin enthalten sind neben den wichtigsten Formalitäten die „Grundversorgung des Verstorbenen (einschließlich Hygiene- und Kleinmaterial)“, die „Einkleidung mit einfacher Sterbewäsche“ sowie der einfache Sarg „aus Kiefer, Vollholz, inkl. Sargausschlag- Unterteil“. In den ersten Wochen wurden die Dienste von „volksbestattung.de“ bereits in 30 Fällen in Anspruch genommen.

„Preisgünstige Bestattungen werden zunehmend attraktiv, weil die Streichung des Sterbegeldes und eine generell schwächere Finanzlage der Haushalte die Bürger belasten“, sagt Renate Nixdorf von der Verbraucherinitiative „Aeternitas“. Hinter dem „Volks“-Angebot steht die Versicherungsgruppe „Ideal“ mit Deutschlands größtem Bestattungsunternehmen „Ahorn-Grieneisen“. Die Berliner haben in ihrer 175-jährigen Geschichte auch viel Prominenz würdig unter die Erde gebracht - zuletzt am Dienstag die Schauspielerin Brigitte Mira.

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