Verein Deutscher Ingenieure
Standortgefahr im Absolventenschwund gesehen

Ein Absolventenschwund in technischen Studiengängen könnte aus Sicht des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) zu einer Gefahr für den IT-Standort Deutschland werden.

dpa HANNOVER. Wie eine VDI-Umfrage unter mehr als 1 600 Fach- und Führungskräften ergab, rechnen mehr als drei Viertel der Befragten wegen eines Fachkräftemangels mit zunehmenden Verlagerungen von Unternehmensstandorten in Ausland.

VDI-Direktor Willi Fuchs sagte am Mittwoch vor der Cebit in Hannover, es gebe seit zwei Jahren sinkende Studienanfängerzahlen sowohl in der Informatik als auch in den Ingenieurswissenschaften. Da es bereits heute einen Fachkräftemangel gebe, könne man auf Grund der sinkenden Anfängerzahlen in den kommenden Jahren nicht mit einer Verbesserung rechnen. Fuchs forderte, um gegenzusteuern, müsse etwa Technik stärker in den Schulunterricht integriert werden.

In der VDI-Umfrage sagte fast die Hälfte der Befragten, falls es die erforderliche Zahl von Fachkräften gebe, werde sich die Position Deutschlands im weltweiten IT-Wettbewerb in den kommenden zehn Jahren verbessern. Deutsche Unternehmen seien in vielen Zukunftstechnologien und deren Anwendungen gut aufgestellt. Die wichtigsten IT-Standorte der Zukunft allerdings seien Indien und China. Deutschland rangiert der Umfrage zufolge hinter den USA auf Rang vier.

Als größtes Hemmnis im internationalen Wettbewerb wird eine zu geringe staatliche Förderung von Innovationen gesehen. Zudem sei der Transfer von Wissenschaft in Wirtschaft immer noch "mangelhaft".

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