Verhandlungen dauerten drei Jahre
Disney liefert der Telekom nun Filme

Drei Jahre haben die Verhandlungen zwischen Disney und der Deutschen Telekom gedauert. Nun ist der Filmliefervertrag endlich perfekt.

hps DÜSSELDORF. Der Micky-Maus-Konzern wird über fünf Jahre Spielfilme und Animationsfilme für das Video-on-Demand-Angebot der Telekom liefern. Damit hat Disney als letzter großes Hollywood-Studio beim Bonner Magenta-Konzern unterschrieben. "Es gab externe und interne Hürden in den vergangenen drei Jahren zu überwinden", sagte Disney-Manager Carsten Fink dem Handelsblatt. "Es ist das erste Mal in Europa, dass wir auch Animationsfilme an ein Filmabrufportal liefern."

Ab sofort kommen Filmfans bei T-Online Video on Demand und T-Home Kinoerfolge wie "Fluch der Karibik 2" , "Cars", "Toy Story" oder "A Bugs?s Life" von zu Hause aus abrufen. Der Vertrag hat ein Volumen im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich, heißt es in Verhandlungskreisen. Für Disney ist es nicht der erste Deal in Deutschland. Der Konzern aus dem kalifornischen Burbank hat bereits Verträge mit Kabel Deutschland, Hansenet und Maxdome, einer Tochter des Fernsehkonzerns Pro Sieben Sat1, geschlossen. Derzeit laufen weitere Verhandlungen mit einem Konsortium aus dem Mobilfunksektor. Wann ein Vertragsabschluss zustande kommt, ist aber noch unklar.

Auch die Telekom war am Mittwoch von der Übereinkunft mit Disney begeistert. T-Com-Chef Timotheus Höttges sagte: "Die gelungene Kooperation mit Disney unterstreicht abermals unsere Spitzenposition innerhalb der europäischen Video on Demand-Anbieter". Was der Telekom-Vorstand allerdings nichts sagte, der Bonner Konzern besitzt keine Exklusivrechte. "Die Deutsche Telekom ist für uns kein privilegierte Partner", sagte Disney-Manager Carsten Fink, der den Deal mitverhandelt hat. Im Gegensatz zu den Konkurrenten kann aber die Telekom auch auf Disney-Filmen aus den achtziger und neunziger Jahren zurückgreifen.

Disney öffnet sich verstärkt weltweit Filmabrufportale. Damit soll die Piraterie, welche die großen Hollywood-Studios bedroht, eingeschränkt werden. "Wir schätzen die Maßnahmen, die T-Com einsetzt, um Internet-Piraterie zu unterbinden und durch die Kunden eine attraktive, bezahlbare und legale Alternative zum illegalen File-Sharing erhalten", sagte Disney-Europachef Tom Toumazis zur Erklärung.

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