Vernetztes Leben: 5G soll die Zukunft bringen

Vernetztes Leben
5G soll die Zukunft bringen

Mit Hilfe der fünften Mobilfunkgeneration soll die Vision vom ultravernetzten Leben Wirklichkeit werden. Doch zunächst muss der neue Standard entwickelt werden. Denn entsprechende Produkte müssen überall funktionieren.
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Es sind zwei Buchstaben, die die Zukunft bedeuten sollen: 5G. Die fünfte Mobilfunkgeneration soll all das bringen, wovon Konzern und Politik seit Jahren sprechen. Das selbstfahrende Auto. Die vernetze Fabrik. Das Internet der Dinge.

Es ist die Vision vom ultravernetztem Leben. Bei dem ich mehr nur Menschen, sondern auch Maschinen miteinander sprechen. Eine Idee, wie das aussehen könnte, haben viele bereits. Nur hapert es an der Umsetzung. Denn das Super-Netz, das sich viele wünschen, gibt es nicht – noch nicht.

Am Dienstag steht EU-Digitalkommissar Günther Oettinger auf der Bühne eines nüchternen, völlig holzgetäfelten Konferenzraumes des sonst so bunten Mobile World Congress in Barcelona. Neben ihm sitzen Vertreter von Konzernen wie Intel, Nokia, Orange, Ericsson oder Samsung. Sie präsentieren eine Public-Private-Partnership, also eine Kooperation zwischen Behörden und Privatwirtschaft, zum Thema 5G Infrastruktur mit der Europäischen Kommission.

Oettinger, bei dem viele bei seinem Amtsantritt Bedenken hatten, ob Digitales das richtige Aufgabenfeld für ihn ist, spricht nahezu leidenschaftlich über 5G. „Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Internet der Dinge“, sagt er. Und: „5G wird die Telekommunikationsindustrie verjüngen.“ Der neue Mobilfunkstandard könne dafür sorgen, dass sich Unternehmen gegenseitig befruchten.

Nur: Es gibt noch gar keinen Standard. Zwar herrscht international Einigkeit, wie dieser aussehen könnte. Es werden erste Chips, erste Pilotversuche unternommen. Doch von einem tatsächlich umsetzbaren Standard sind Konzerne und Forscher noch weit entfernt. Fünf Jahre, um genau zu sein.

Ab 2020, so die mehrheitliche Aussage, soll er angewendet werden können. Das ist ein ehrgeiziges Ziel. Der koreanische Telekommunikationsanbieter SK Telecom preschte sogar noch weiter vor und erklärte, gemeinsam mit Nokia 2018 Pilotprojekte an den Start zu bringen.

Das Problem: Die bisherige Datenübertragung ist zu langsam. Beträgt die zeitliche Verzögerung zwischen dem Empfang und dem Versand von Daten derzeit meist 50 Millisekunden, brauchen Anwendungen für autonome Fahrzeuge oder das Internet der Dinge maximal eine Millisekunde.

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Einheitlicher Standard ist notwendig

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