Verschärfte Gefahrenlage
Cyber-Kriminelle missbrauchen neue Kommunikations-Tools

Die Lage an der Spam-, Phishing- und Viren-Front ist weitgehend unverändert. Die Betrüger im Internet konzentrieren sich auf neue Kommunikationsformen, die durch Social-Networking-Portale entstanden sind.

hiz DÜSSELDORF. Der neue Intelligence Report der Message Labs weist im Juli weltweit eine weitgehend stabile Gefahrenlage aus. Allerdings zeigen sich in einzelnen Ländern besorgniserregende Spitzenwerte. So litt Israel mit einer Spam-Quote von 77,3 Prozent. Indien steht unter enormem Beschuss von Virenangriffen, da jede 11 Mail verseucht war. Die Anzahl der entdeckten Spam-Mails, Viren und Phishing-Attacken blieb sonst fast auf dem gleichen Niveau wie in den Vormonaten. Für die kommenden Monate gehen die Experten allerdings von einem weiteren Anstieg der Phishing-Aktivitäten aus. Angesichts der Weiterentwicklung ständig intelligenterer Verfahren des Passwort-Diebstahls entsteht im Phishing ein zusehends attraktives Betätigungsfeld für Web-Betrüger.

Darüber hinaus zeigt der Report, dass verstärkt Online-Tools, Kontaktbörsen und Kommunikationsforen von Cyber-Kriminellen für ihre Aktivitäten missbraucht wurden. Sowohl MySpace als auch der IM-Service von AOL und Googles Gmail wurden für Attacken genutzt. Nach Erkenntnissen der Experten entdecken Betrüger zunehmend Social-Networking-Portale wie MySpace für ihr Unwesen, da die Zahl der Anhänger und damit der potentiellen Opfer rapide steigt. „Angesichts des allgemein äußerst unbesorgten Umgangs mit diesen neuen Formen der Kommunikation fällt es ihnen leicht, persönliche Daten zu stehlen und für Spam-Kampagnen zu nutzen“, warnt Mark Sunner, Chief Technology Officer von MessageLabs.

Der vollständige Intelligence Report für den Monat Juli 2006 mit einer ausführlicheren Analyse der Gefahren-Entwicklung steht im Internet zum Download bereit.

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