Verschärfter Copyright-Streit am Vorabend der Linux-World: SCO verklagt nun auch Novell

Verschärfter Copyright-Streit am Vorabend der Linux-World
SCO verklagt nun auch Novell

Der Kampf um die Rechte an dem freien Betriebssystem Linux wird zunehmend mit härteren Bandagen ausgetragen. Im Rampenlicht der bevorstehenden Linux-World in New York hat die SCO Group am Dienstag das Softwarehaus Novell wegen angeblicher Verletzung von Software-Rechten durch das Betriebssystem Linux verklagt. Nach den Klagen gegen IBM und die Organisation der Linux-Gemeinde ist dies der dritte Rechtsschritt der in Provo im US-Bundesstaat Utah ansässigen SCO Gruppe.

HB/ruk NEW YORK. In allen drei Fällen behauptet SCO, die Beklagten hätten unrechtmäßig Teile des Programmcodes aus Version 11 des Unix System V genutzt und illegal im Kernprogramm von Linux (Kernel) verwendet. Ziel der jüngsten Klage gegen Novell, die vor einem Bundesgericht in Salt Lake City verhandelt werden soll, ist es, dem Softwarehaus Novell die Behauptung zu untersagen, weiter Rechte an Unix zu haben. Novell hatte diese Ansicht kurz vor Weihnachten bekräftigt und entsprechende Dokumente veröffentlicht. Nach Ansicht von SCO fehlt jedoch das entscheidende Dokument: Amendment No.2 (Vertragszusatz 2). Dieser belegt nach Ansicht von SCO, dass Novell keine Rechte mehr an Unix habe. Novell dagegen hat wiederholt erklärt, dass sich dieser Vertragszusatz nicht in den archivierten Unterlagen befinde.

Zur Vorgeschichte: Das Betriebssystem Unix war ursprünglich von den AT&T Labs in New Jersey entwickelt worden. Ende der 80er Jahre verkaufte AT&T die Unix-Rechte an Novell. Das ebenfalls in Utah ansässige Softwarehaus wollte damals aus seine Netzbetriebssystem Netware und Unix ein schlagkräftiges neues System entwickeln. Dies sollte dann gegen das immer populärer werdende Windows von Microsoft in einen scharfen Wettbewerb treten. Als dies nicht gelang, verkaufte Novell 1995 die Unix-Rechte an das Softwarehaus SCO (Santa Cruz Operation) in Kalifornien. Diese wiederum wurde in Teilen von Caldera, einer Ausgründung von Novell um dessen Gründer Ray Noorda, einschließlich der Namensrechte SCO übernommen.

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