Verschlüsselungsprojekt GnuPG
Hilfe fürs Briefgeheimnis im Internet

Das Projekt GnuPG hilft Nutzern, ihre E-Mails geheim zu halten. Doch das freie Verschlüsselungssystem stand wegen finanzieller Probleme kurz vor dem Aus. Prominente Spender haben es jetzt gerettet.
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BerlinDie schwierige Finanzsituation des wichtigsten freien Verschlüsselungsprojektes GnuPG hat sich entspannt. Nach einem Bericht des US-Portals Propublica über die Finanznöte des deutschen GnuPG-Entwicklers Werner Koch erklärten sich Facebook und der Zahlungsdienstleister Stripe bereit, jeweils 50.000 Dollar in diesem Jahr zu spenden. Zuvor hatte bereits die Linux-Stiftung 60.000 Dollar zugesagt. Außerdem zogen die privaten Kleinspenden für das GnuPG-Projekt an.

GnuPG ist das wichtigste freie Kryptographiesystem. Damit können E-Mail-Nachrichten so geschützt werden, dass sie nur Sender und Empfänger entziffern können. Die eigentliche System-Software wird bislang quasi von Koch alleine entwickelt und gewartet.

Das Projekt war ab 2005 auch von der deutschen Bundesregierung finanziell gefördert worden, allerdings liefen diese Zuwendungen 2010 aus. Da über die Projektseite zu wenig Spenden einliefen, stand Koch vor gut einem Jahr kurz davor, die weitere Entwicklung von GnuPG aufzugeben.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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