Verseuchte Websites
Hinter Google und Co. lauert die Gefahr

Selbst gängige Suchbegriffe können gefährliche Ergebnisse liefern. In den Trefferlisten der Suchmaschinen tauchen viele Seiten auf, die mit allerlei Internet-Schädlingen verseucht sind. Die Nutzer sind sich des Risikos nicht bewusst – wie auch, sind doch selbst Experten von der Häufigkeit der gefährlichen Treffer überrascht.

hiz DÜSSELDORF. Eine Studie des McAfee Site-Advisor-Teams zeigt, dass Benutzer von Suchmaschinen Gefahr laufen, Websites anzuklicken, die ihre Online-Sicherheit gefährden. Die Untersuchung, bei der die fünf wichtigsten Suchmaschinen Google, Yahoo, MSN, AOL und Ask unter die Lupe genommen wurden, belegt, dass selbst häufig verwendete Suchbegriffe Anwender zu risikobehafteten Sites führen können. Betroffen sind alle Suchmaschinen. Wurde zum Beispiel nach populären Stichwörtern gesucht wie kostenlosen Screensavern, digitaler Musik, gängigen Software-Titeln oder Sängern, stieg die Quote von gefährlichen Sites in den Ergebnislisten auf bis zu 72 Prozent. Das Ergebnis alarmiert die Experten. „Anhand der Browsing-Trends schätzen wir, dass die US-amerikanischen Internetbenutzer derzeit jeden Monat 285 Mill. Klicks zu gefährlichen Sites aufgrund von Suchabfragen ausführen", klagt Chris Dixon, Leiter des McAfee Site-Advisor-Produktteams.

Für die Bewertungen nutzte das Team die Ergebnisse, die zwischen Januar und April diesen Jahres zu Problemen führten. Damit wurden automatische Tests durchgeführt, die die Websites auf Benutzergefährdungen analysieren. Untersucht wurden Exploits, Downloads, Adware und andere unerwünschte Programme sowie Pop-ups und Formulare zur Eingabe von E-Mail-Adressen.

Die Studie ergab, dass vor allem jüngere Benutzer bei der Suche nach Spielen, Sängern oder Kinofilmen sich in Gefahr begeben. Zudem mussten die Fachleute feststellen, dass gesponserte Ergebnisse, für die die Werbetreibenden bezahlen, gefährlicher sind als nicht gesponserte Resultate. Im Durchschnitt sind 8,5 Prozent der gesponserten Links risikobehaftet, bei nicht gesponserten Links sind es nur 3,1 Prozent.

„Suchmaschinen spielen natürlich eine entscheidende Rolle bei der Nutzung des Internet. Als bequemer Ausgangspunkt für das Surfen im Web sind schätzungsweise die Hälfte aller Site-Besuche auf sie zurückzuführen“, erläutert Chris Dixon. „Aber wirtschaftlich motivierte Verursacher von Spam, Adware und anderen Online-Problemen folgen schnell an die Online-Orte, die die Verbraucher ansteuern – in diesem Fall direkt zu den Ergebnislisten der Suchmaschinen.“

Trotz der potenziellen Gefahr sind Suchmaschinen für den Internet-Alltag unverzichtbar, damit werden sie für kriminelle Elemente interessant. „Die Suchmaschinen sind zu wichtig, um von den schlimmsten Elementen im Internet als weiteres Online-Ziel ins Visier genommen zu werden“, sagt McAfee-Berater Ben Edelman.

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