Versteigerung von Funkfrequenzen
Ein Bieter für Wimax aus dem Rennen

Bei der Versteigerung der Wimax-Frequenzen für schnelle funkgestützte Internetverbindungen hat sich die Zahl der Bieter von sechs auf fünf reduziert. Die Auktion selber ist dabei aber auch am Mittwoch noch nicht zu Ende gegangen.

HB FRANKFURT. Zankapfel bleibt die Region Oberbayern mit dem Standort München. Alle fünf übrig gebliebenen Bieter konkurrieren um die vier verfügbaren Frequenzen. Die Versteigerung werde am frühen Donnerstag fortgesetzt, sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur. Die EWE TEL, die in der Region Ems-Weser-Elbe aktiv ist, war am Mittwoch in der achten Runde ausgestiegen. Insgesamt werden jeweils vier Pakete in 28 Regionen versteigert, die zusammen das Bundesgebiet abdecken.

Die Behörde will mit der Versteigerung den Wettbewerb im Breitbandmarkt stärken und weiße Flecken auf der Landkarte schneller Internetzugänge tilgen. Deshalb sind mit der Frequenzvergabe auch Auflagen verbunden: Bis Ende 2009 müssen 15 Prozent der Gemeinden im jeweiligen Versorgungsgebiet abgedeckt sein, bis Ende 2011 dann 25 Prozent. Milliarden-Einnahmen wie bei der drei Wochen dauernden UMTS-Versteigerung vor sechs Jahren sind allerdings nicht zu erwarten. Dem Fiskus würden nach bisherigem Stand der Auktion 53,4 Millionen Euro zufließen.

102 Unternehmen hatten ursprünglich Interesse für die Frequenzen bekundet. Nach Pilottests distanzierten sich aber die Deutsche Telekom und die Vodafone-Tochter Arcor von der Breitbandfunktechnik WiMAX, weil sie diese als unwirtschaftlich ansehen. Sie setzen auf den DSL-Ausbau über feste Leitungen. Sowohl die Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile als auch Vodafone verfügen zudem über UMTS-Frequenzen. Über diesen Mobilfunkstandard sind ebenfalls mobile Internetzugänge über Handy oder Laptop möglich mit Geschwindigkeiten, die mit Standard-DSL-Verbindungen im Festnetz vergleichbar sind.

Die Auktion für die so genannten BWA-Frequenzen für den breitbandigen mobilen Netzzugang, die unter anderem für die WiMAX genutzt werden können, begann am Dienstag und erfolgt auf elektronischem Wege. Nach der 14 Runde haben die Clearwire Europe aus Luxemburg, die Kölner Inquam Broadband GmbH und die DBD Deutsche Breitbanddienste GmbH Höchstgebote für Frequenzen in allen Regionen abgegeben. Die Televersa Online GmbH, die in Süd/Ost-Bayern Telefon und Internet anbietet gab Höchstgebote für die drei Regionen Oberpfalz, Ober- und Niederbayern ab.

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