Verwirrende Vielfalt
Schnelle Datenleitungen dank DSL

Wer im Internet surfen will, braucht eine schnelle Datenleitung. In Deutschland kommt diese vorwiegend über einen DSL-Anschluss ins Haus, in den USA via Kabel-TV oder DSL. Angesichts des scharfen Wettbewerbs gibt es zudem eine für den Normalnutzer verwirrende Vielfalt von Angeboten.

HB MÜNCHEN. Na endlich! Schnelle Internetanschlüsse boomen. Immer mehr Haushalten genügt der Zugang mit Hilfe eines Analog- oder ISDN-Modems nicht mehr. Sie wollen angesichts der vielen multimedialen Inhalte aus dem World Wide Web einen schnelleren Weg ins Internet. Die Bundesnetzagentur spricht von 11 Millionen DSL-Nutzern − Tendenz stark steigend. Das Kürzel DSL steht für "Digital Subscriber Line". Die entsprechende Technik arbeitet mit einer Aufteilung des Frequenzbands in den existierenden Kupfertelefonkabeln. So sind mit einem Kabel unterschiedliche Kanäle für Sprach- und Dateninformationen möglich.

Derzeit liegen die DSL-Standard-Geschwindigkeiten für den so genannten Downstream (Herunterladen) zwischen 1 MBit/s und 6 MBit/s (Megabit pro Sekunde). Das wird für die multimediale Zukunft jedoch nicht reichen, will der deutsche Verbraucher doch bald auch auf Dienste wie hochauflösendes Fernsehen (HDTV) oder Mietfilme (Video on Demand) über den Breitband-Zugang in sinnvoller Qualität zugreifen. Dazu sind dann höhere Datenübertragungsraten nötig. Erste Anbieter erreichen bereits 16 MBit/s. Und VDSL soll noch schneller werden.



DSL-Technik und Geschwindigkeitsvarianten

Zum besseren Verständnis: Ein Modem an einer normalen analogen Telefonleitung schafft eine Datenübertragungsrate von maximal 56 Kilobit pro Sekunde (KBit/s). Etwas schneller ist da schon ein ISDN-Zugang mit 64 kBit/s. Doch dank der DSL-Technik kann man aus den bestehenden Telefonkabelpaaren aus verdrehtem Kupfer (twisted pair) wesentlich höhere Datenübertragungsraten herausholen ohne dass neue Kabel verlegt werden müssen.

Die Technik der "Digital Subscriber Line" nutzt die Tatsache, dass der herkömmliche analoge Telefonverkehr im Kupferkabel nur Frequenzen bis 4 kHz belegt. Durch Aufsplitten der Bandbreite in unterschiedliche Kanäle, etwa für Sprach- und Dateninformationen, und die Nutzung der bislang "toten" höheren Frequenzbereiche, puschen heutige DSL-Technologien das Kupferkabel auf Übertragungsraten von bis zu 52 MBits/s - abhängig von der eingesetzten DSL-Variante.

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