Via „Nanobook“
Kleiner Computer ganz groß

Superkleine Notebooks sind im Kommen, schließen sie doch die Lücke zwischen Handy und Laptop und mausern sich so zu einem leichten Reisebegleiter für Geschäftsleute. Der in Taiwan ansässige Chiphersteller Via hat auf seiner Hausmesse ein „Nanobook“ genanntes Gerät vorgestellt mit einigen technischen Rafinessen.

MÜNCHEN. Der Winzling wurde zusammen mit dem ebenfalls in Taiwan stationierten Fertiger „First International Computer“ (FIC) entwickelt und soll in der zweiten Jahreshälfte in den Handel gehen. Ein erster Abnehmer sei Packard Bell, der das Nanobook als EasyBook XS auf den Markt bringen wolle, berichtet der Branchendienst Heise Online.

Der „Nanobook“ erinnert in der Größe an den Palm Foleo, der ebenfalls vor einigen Tagen der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde. Mit weniger als 1 kg ist der Neuling leichter als die bisher kleinsten "richtigen" Laptops und trotzdem ein vollständiger PC mit Windows XP oder dem neuen Vista als Betriebssystem.

Nach Angaben der Entwickler soll das Gerät etwa 5 Stunden mit einer Akkuladung arbeiten können. Als Gewicht nennt Via nur 850 Gramm, Fertiger FIC spricht von 970 Gramm. Die Maße liegen bei 230 x 171 x 29,4 mm. Als Prozessor ist VIAs C7-M-Chip (1,2 GHz) sowie der Chipsatz VX700 an Bord. Als Arbeitsspeicher sind bis bis zu 1024 MByte geplant. Die Festplatte wird mit einer Kapazität von 30 oder 60 GByte angeboten werden. Eine Ethernet-Schnittstelle, WLAN nach IEEE 802.11b/g und Bluetooth sollen für die wichtigen Kommunikationsverbindungen sorgen. Die Auflösung des Touchscreens liegt bei 800 x 600 Bildpunkten, was ordentliches Arbeiten erlaubt.

In einen Schacht rechts neben dem Display passen so genannte Mobility-Plus-Module mit USB-Anschluss. Sie erweitern den Funktionsumfang des Nanobook um TV, GPS, 3G-Mobilfunk oder eine Uhr-Kalender-Kombination. Durch den Erweiterungsschacht wird das Gehäuse 23 Zentimeter breit, was genug Platz für eine Tastatur mit einigermaßen nutzbaren Tasten schafft. Das ist neu. Bei bisher vorgestellten mobilen Kompaktgeräten, die bei Microsoft unter der Sammelbezeichnung UMPC laufen und bei Intel Mobile Internet Devices (MID) heißen, erfolgt die Eingabe fast immer über den Bildschirm oder eine separat anzuschließende USB-Tastatur.

Ein Preis für den neuen, vielversprechenden Winzling wurde noch nicht genannt. Fachleute rechnen damit, dass das „Nanobook“ in den USA für etwa 600 Dollar auf den Markt kommen wird.

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