Video-Amateure machen Kasse
„Pleiten, Pech und Pannen“ – reloaded

Früher schickten Hobbyfilmer ihre Mini-Kunstwerke an Fernsehsendungen. Heute zeigen Amateur-Regisseure ihre Filmchen im Internet. Gerade in den USA boomen Seiten wie Youtube so sehr, dass nun Fans der Clips daraus ein veritables Geschäftsmodell entwickelt haben. Sowohl die Seitenbetreiber als auch die Filmemacher verdienen daran.

Die Internetseite » Youtube.com hat den Internet Zeitgeist getroffen: Seit der Geburtsstunde im Februar 2005 haben Millionen von Surfern harmlose Scherzvideos, Musikclips und skurile Mitschnitte hochgeladen und angeschaut. Laut Nielsen Net Ratings, einer Internet-Marktforschungsagentur, besuchen 20 Millionen Surfer die Seite pro Monat. Glaubt man den Zahlen, die Youtube selbst herausgibt, dann laden die unterhaltungswilligen Videofans pro Tag mehr als 65 000 neue Videos hoch. Darunter sind Videotagebücher, der neueste Trick des Haustiers oder Tanzeinlagen vor der Webcam.

» Revver.com kopiert die Idee von Youtube. Die drei Gründer Steven Starr, Ian Clarke und Oliver Luckett haben ihre Server in Los Angeles aufgebaut. Seit November 2005 bieten sie jedem die Möglichkeit selbst erstellte Filme auf ihrer Seite zu zeigen und an den Werbeeinnahmen mitzuverdienen. Das Geschäftsmodell ist simpel, soll aber ebenso effektiv sein: Die Videoclips werden mit einer speziellen Software, die sich jeder registrierte User umsonst herunterladen kann, auf die Server von Revver geladen.

Nachdem die auf unerwünschte Inhalte pornographischer oder rassistischer Natur untersucht sind, hängen die Revver Mitarbeiter an das Clipende ein interaktives Werbebild. Klicken die Benutzer auf das Bild, werden sie zu der Homepage des Werbepartners weitergeleitet und für Revver klingelt die Kasse.

Wenn der Film, oder auch mehrere Stücke eines Autors, so viele Werbeklicks generieren, dass das Guthaben 20 US-Dollar erreicht, überweist Revver die eine Hälfte an den Filmemacher und behält die andere. Damit das Geld bei ihnen ankommt, müssen die Autoren ein kostenloses Konto bei Paypal, einem elektronischen Überweisungssystem einrichten. Paypal ist eine hundertprozentige Tochter des Internetauktionshauses Ebay für Finanztransaktionen und gilt dank Verschlüsselung als sicher.

Der Reiz der Video-Seiten ist ungebrochen. Einblicke in andere Lebenswelten oder das neueste Musikvideo von Robbie Williams üben eine solche Anziehungskraft aus, dass allein die Youtube-Besucher im Juni diesen Jahres 2,5 Milliarden Mal auf den „Play“ Knopf drückten und sich ein Video anschauten. Nun muss der bisherige Spitzenreiter um seine Position fürchten, die Konkurrenz lockt die beliebtesten und vielleicht auch besten Filmemacher mit Geld auf ihre Seiten.

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