Vielfältige Bedrohung
Neue Viren klauen Bankdaten oder legen Spielkonsolen lahm

Der Sober-Wurm hat in den vergangenen Tagen wieder für Aufsehen gesorgt. Dabei sind andere Schädlinge, die potenziell sogar noch höhere Gefahren bergen, fast unbeachtet geblieben.

hiz DÜSSELDORF. Die neusten Varianten des Sober-Wurms zogen die Aufmerksamkeit auf sich, weil sie sich extrem schnell verbreitet haben. Der trickreiche Hinweis auf angebliche Klassentreffen oder falsch verschickte Fotos ließ viele Anwender die notwendige Vorsicht vergessen und die Anhänge anklicken.

Nach Informationen der Experten von Panda-Software sind andere Schädlinge dabei noch weitaus gefährlicher:

Banker.AXW ist ein Trojaner, der die E-Mail-Postfächer mit unterschiedlichen Betreffzeilen erreicht. In den meisten Fällen beziehen sich diese auf Bank- und Kreditgeschäfte. Er protokolliert Textanschläge und zeichnet eingegebene Bankdaten, Passwörter und sonstige sensible Daten auf. Die so erlangten Informationen versendet der Schädling automatisch an die Autoren des Virus. Banker.AXW stellt somit eine direkte finanzielle Bedrohung dar. Zur Verbreitung nutzt er beispielsweise E-Mails, CD-ROMs, Disketten und Internet-Downloads.

Der Trojaner Format.A hat dagegen eine andere Zielgruppe im Visier. Er attackiert die Playstation Portable Spielkonsolen. Der Schädling tarnt sich als Tool zur Ausführung unsignierter PSP-Codes (Playstation Portable-Programme), welche in den neueren Versionen der Konsole nicht mehr lauffähig sind (Sony will so die Zahl der Raubkopien eindämmen). Der Trojaner verspricht den Nutzern Hilfe, indem er vorgibt, ein "Downgrade" der Bios-Version der Playstation und damit die Nutzung illegal kopierter Spiele zu ermöglichen. Startet man aber das vermeintliche Tool, erzielt man genau den gegenteiligen Effekt. Wichtige, zur Ausführung zwingend benötigte Dateien, werden überschrieben und die Konsole ist anschließend überhaupt nicht mehr funktionstüchtig.

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