Viren im Firmennetzwerk
Steigendes Infektionsrisiko durch mobile Geräte

MP3-Player erfreuen mit mobilem Musikgenuss. Doch sie speichern oft nicht nur Musik sondern auch gefährliche Computerschädlinge. Soziale Netzwerke stellen daher ein erhebliches Risikopotential für Firmennetzwerke dar.

hiz DÜSSELDORF. Die Sicherheits-Experten von Centennial Software warnen davor, dass Klassiker wie "gefährliche E-Mail-Anhänge" und "Internet-Downloads aus dubiosen Quellen", bald nicht mehr die größte Bedrohung für Rechner und Netzwerke darstellen, sondern mobile Speichergeräte. "Laut unserer Studie kommt jeder PC bis zu 30 Mal pro Tag mit anderen elektronischen Geräten in Verbindung. Und zwar nicht per Internet, sondern via Kabel beispielsweise mit Digitalkameras, MP3-Playern und USB-Sticks. Auf der Basis von sechs Verknüpfungen kommt man so auf 700 Millionen andere PCs, mit denen ein weltweiter Austausch erfolgt", erläutert Matt Fisher, Vice President von Centennial.

In diesem Zusammenhang werden zukünftig so genannte "vergessene Netzwerke" eine Rolle spielen. Darunter verstehen Insider den Austausch von Dateien über mobile Speichermedien, ein "Soziales"-Netzwerk jenseits herkömmlicher Kabel-Verbindungen oder WLANs. "So wie jeder Mensch jede andere Person auf der Erde über sechs Ecken kennt, sind auch alle Computer miteinander verbunden", erklärt Matt Fisher die Situation.

Das Risiko für Firmennetzwerke besteht darin, dass Anwender dabei bestehende Sicherheitsmechanismen unbewusst umgehen und infizierte Dateien verteilen. Die herkömmlichen Sicherheitssysteme konzentrieren sich vornehmlich auf die Bedrohung von Außen. Der Angriff aus dem eignen Netz heraus ist noch nicht im Focus der Abwehrsysteme.

Als Sony BMG eine CD mit einem Kopierschutz versah, der versehentlich auch für Hackerangriffe missbraucht werden konnte, waren plötzlich sehr viele Menschen betroffen, da viele diese CD an Freunde verliehen. Ein Beispiel, das zeigt, wie weit der Austausch von digitalen Medien im privaten und beruflichen Bereich verbreitet ist.

"Wenn man bedenkt, in welchem Ausmaß alle existierenden Computer miteinander vernetzt sind, möchte man sich das Risiko für Unternehmen gar nicht vorstellen. Es gibt bereits die ersten Viren, die nicht für die Internet-Verbreitung, sondern den Austausch über digitale Medien entwickelt worden sind. Leider ist sich die Öffentlichkeit dieser Gefahr noch nicht bewusst", warnt Matt Fisher.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%