Virenpanne
Computerbild schimpft auf Virenscanner

Die Verwunderung bei manchem Anwender war groß, als er unbekannte Fehlermeldungen nach einer Programminstallation von einer CD der Fachzeitschrift Computerbild erhielt. Ein Virus hatte sich ausgebreitet. Dafür könne man aber nichts, beteuern die Heftmacher. Die Scanner hätten versagt.

DÜSSELDORF. Der auf der Heft-CD durch Computerbild 18/2009 verteilte Virus war durch die üblichen Virenscanner nicht erkennbar. Darauf weist der Herausgeber, der Axel Springer Verlag, hin. Noch am Donnerstag, 13. August, seien die Exemplare der fertigen CD und DVD zuletzt auf Viren überprüft. Zu diesem Zeitpunkt hätte kein Virenschutz-Programm der Hersteller Avira, F-Secure, G-Data, Kaspersky und McAfee den Schädling erkannt. Seit Samstag, 15. August, erkenne die Virenschutz-Software von Kaspersky den den Delphi-Virus. Avira habe den Schädling erst Tage später, am Dienstag, 18. August, erkannt.

Der Springer-Verlag hat nach eigenen Angaben das Viren-Labor AV-Test in Magdeburg mit einer Untersuchung beauftragt. Demnach soll der Virus für Computernutzer ohne Delphi-Entwicklungsumgebung unschädlich sein. Es sei laut AV Test ein "Demo-Virus", der die Anfälligkeit der Delphi-Umgebung zeigen solle und keinen Schaden anrichte. Wer das Programm von der CD installiert habe, müsse es nur deinstallieren, um den Virus wieder zu entfernen.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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