Virtualisierung
Das Rechenzentrum im Rechner

Mit VM-Ware Infrastructure ist der Aufbau virtueller Rechenzentren möglich. Als Hardware können nahezu beliebige Farmen aus Servern und Speichersystemen dienen.

hiz DÜSSELDORF. Mit » Infrastructure 3 stellt die EMC-Tochter VM-Ware ein Software-System vor, mit dem komplette Rechenzentren virtuell aufgebaut werden können. Dabei laufen die Server in so genannten virtuellen Maschinen. Dabei handelt es sich um Programme, die sich wie echte Computer verhalten. Dem eigentlichen Betriebsystem und der Anwendung wird so ein Server vorgegaukelt. Diese virtuellen Maschinen laufen auf nahezu beliebiger Hardware mit einer PC-Struktur.

Virtuelle Maschinen werden von Microsoft und VM-Ware auch für Windows Rechner angeboten. In einem Fenster wird dabei ein Computer emuliert, auf dem dann Betriebsysteme wie Windows oder Linux installiert werden können. Sinnvoll sind diese Umgebungen etwa für Software-Tests. Auch die Antivirenhersteller nutzen virtuelle Maschinen, um die Natur neuer Schädlinge zu untersuchen, ohne das ihre eigentlichen Rechner verseucht werden.

Da es so genannte Player, also ein Programm, in dem virtuelle Maschinen laufen, kostenlos gibt, gingen Firmen wie zum Beispiel Oracle dazu über, Demos als virtuelle Maschinen auszuliefern, sagt Karthik Rau, Senior Director Infrastructure Products and Solutions bei VM-Ware. Der Vorteil sei, dass auf dem Kundenrechner keine Applikation installiert werden müsse und so sichergestellt sei, dass die Demo auf jeden Fall laufe, ohne das eigentliche Betriebssystem zu verändern.

Bei der Virtualisierung von Rechenzentren läuft auf den Hardware-Rechnern ein Basisbetriebssystem, der so genannte ESX-Server. Dieser verwaltet die virtuellen Maschinen, die dann als eigentlicher Server dienen. Mittels spezieller Programme können bestehende Rechner wie Datenbank-, File- oder Printserver in die virtuelle Welt überführt werden. Bei VM-Ware Infrastructure 3 können Farmen aus Servern und Speichersystemen zusammengelegt werden. Die virtuellen Maschinen können dann auf beliebigen Rechnern laufen und im Online-Betrieb auch von einer Hardware auf die nächste verschoben werden. "Damit kann die Auslastung der Hardware optimiert werden. Die Rechner mit der geringsten Last können mit zusätzlichen Aufgaben betraut werden, ohne dass man Angst haben muss, dass die Anwendungen sich gegenseitig beeinflussen", erläutert Rau.

"Statt auf physischen Servern, die speziell für ein bestimmtes Betriebssystem und Programm konfiguriert werden, können jetzt viele Applikationen auf einem großen Ressourcen-Pool betrieben werden. Damit gehört der Zwang, über einzelne Hardware-Komponenten nachdenken zu müssen, der Vergangenheit an ", begeistert sich Diane Greene, President von VM-Wware, für die Technik.

"Virtualisierung entwickelt sich schnell von einem Tool für die Server-Konsolidierung zur strategischen Technologiebasis der IT-Infrastruktur", erläutert Stephen Elliot, Research Manager bei IDC, "die Kosteneinsparungen sind offensichtlich. Fortschrittliche IT-Abteilungen beginnen darüber hinaus, eine umfassende virtuelle Infrastruktur anzubieten, die standardisierte Managementprozesse nutzt und eine überzeugende Antwort für die Nachfrage des IT-Leiters nach einer agilen, effizienten und dynamischen Infrastruktur liefert, die radikal einfach zu betreiben ist."

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