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Vodafone D2 holt zu T-Mobile auf

An der Spitze des deutschen Mobilfunkmarkts holt Vodafone D2 zu Branchenprimus T-Mobile auf. In der Ende September abgeschlossenen ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2004/05 gewann Vodafone D2 1,1 Mill. neue Kunden gegenüber 700 000 neuen Nutzern bei T-Mobile.

dpa DÜSSELDORF/LONDON. An der Spitze des deutschen Mobilfunkmarkts holt Vodafone D2 zu Branchenprimus T-Mobile auf. In der Ende September abgeschlossenen ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2004/05 gewann Vodafone D2 1,1 Mill. neue Kunden gegenüber 700 000 neuen Nutzern bei T-Mobile.

Damit telefonierten in Deutschland Ende September 26,1 Millionen Kunden über Vodafone, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Vodafone D2, Jürgen von Kuczkowski, am Dienstag in Düsseldorf. Bei T-Mobile waren es zum gleichen Zeitpunkt 27,4 Millionen.

Bei Ergebnis überholte die Tochter des weltgrößten Mobilfunkanbieters Vodafone den deutschen Marktführer. Dank strikter Kostenkontrolle sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von April bis September um neun Prozent auf zwei Mrd. Euro erhöht worden, sagte von Kuczkowski. Das Ebitda bei T-Mobile Deutschland lag in diesem Zeitraum bei rund 1,75 Mrd. Euro. Der Umsatz bei Vodafone D2 stieg im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 4,2 Mrd. Euro. Die durchschnittliche Umsatz pro Kunde (Arpu) sank allerdings von 26 Euro auf 25,5 Euro.

Der gesamte Vodafone-Konzern machte im Halbjahr einen Verlust von knapp 3,2 Mrd. Pfund (4,6 Mrd Euro), deutlich weniger als das Minus von 4,2 Mrd. Pfund ein Jahr zuvor. Ausschlaggebend waren wieder die gewaltigen Firmenwertabschreibungen von 7,3 Mrd. Pfund. Das Ebitda ging dabei um zwei Prozent auf 6,5 Mrd. Pfund (9,3 Mrd Euro) zurück.

Zwischen April und September wurden weltweit 7,4 Mill. neue Kunden gewonnen, teilte Vodafone weiter mit. Damit erhöhte sich die Gesamtkundenzahl auf 146,7 Millionen. Der Umsatz sank im Halbjahr leicht von 16,9 auf 16,8 Mrd. Pfund. Analysten waren von etwas stärkeren Einbußen auf 16,6 Mrd. Pfund ausgegangen.

Vodafone habe vor allem in Großbritannien, Spanien, Deutschland und den USA neue Kunden gewonnen, sagte Konzernchef Arun Sarin. Das Japan-Geschäft laufe dagegen schlechter. Das breite UMTS-Geschäft in 13 Ländern in der vergangenen Woche sei sehr gut angelaufen. In Deutschland bietet Vodafone zum Weihnachtsgeschäft sieben neue UMTS- Telefone in allen Preisklassen an.

Vodafone D2 geht als erster deutscher Anbieter mit dem Multimedia- Standard UMTS in den Massenmarkt. Für die Zukunft erwartet die deutsche Tochter Wachstumsraten zwischen fünf und zehn Prozent. Dabei müsse auch mit Blick auf den Mutterkonzern weiter gespart werden. „Wir werden auch einen Teil der Gruppensparprogramme tragen müssen“, sagte von Kuczkowski. Die Kosten sollen aber nicht durch Personalabbau reduziert werden. „Die Beschäftigtenzahl wird im wesentlichen konstant bleiben beziehungsweise marginal wachsen.“ Zur Zeit arbeiten etwa 9 300 Menschen bei Vodafone D2.

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