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Vodafone gibt zu Weihnachten Gas: Start in UMTS-Massenmarkt

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft hat Vodafone D2 als erster deutscher Mobilfunkbetreiber das UMTS-Zeitalter auf dem Massenmarkt eingeläutet. Das Unternehmen bietet ab sofort sieben neue UMTS-Mobiltelefone in allen Preisklassen für die Kunden.

dpa DÜSSELDORF. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft hat Vodafone D2 als erster deutscher Mobilfunkbetreiber das UMTS-Zeitalter auf dem Massenmarkt eingeläutet. Das Unternehmen bietet ab sofort sieben neue UMTS-Mobiltelefone in allen Preisklassen für die Kunden.

„Die Anwendungen sind da, die Qualität des Netzes ist hoch, jetzt wird Gas gegeben“, sagte Geschäftsführer Jürgen von Kuczkowski am Mittwoch in Düsseldorf. Dabei können Handynutzer zu einem Pauschalpreis unter anderem TV-Programme empfangen und unbegrenzt im Multimedia-Portal Vodafone Live! surfen.

Kuczkowski zeigte sich überzeugt, dass der Zeitpunkt für den Eintritt ins Massengeschäft richtig gewählt worden sei. Bis zum Jahresende erwartet der Deutschland-Chef des weltweit größten Mobilfunkbetreibers bereits mehr als 100 000 UMTS-Kunden. Schon heute seien über die Hälfte der von Vodafone vertriebenen Handys Vodafone Live!-Geräte. In zwei Jahren sollen nach seinen Worten in der Mehrzahl UMTS-Handys vertrieben werden. UMTS ermöglicht die schnelle Übertragung großer Datenmengen. Weltweit will Vodafone bis März 2006 mehr als zehn Mill. UMTS-Kunden haben.

Vodafone D2 war Anfang dieses Jahres als erster Anbieter in Deutschland mit der UMTS-Datenkarte an den Start gegangen. Wenige Monate später wurden auch die ersten UMTS-Handys angeboten. Der Marktführer T-Mobile, E-Plus und O2 zogen nach, verfolgen zum Teil aber auch andere Strategien. So setzt T-Mobile auf die gesamte Bandbreite von Multimedia, ob über UMTS, der W-LAN-Technik oder Gprs. „Der Kunde will Dienste und Anwendungen haben, und die bekommt er von uns, sagte ein Sprecher.

E-Plus will erst im kommenden Jahr in den UMTS-Massenmarkt starten und setzt im Weihnachtsgeschäft auf Fotohandys. Im Programm des drittgrößten deutschen Mobilfunkanbieters befinden sich auch eine Datenkarte für mobiles Surfen und zwei UMTS-Handys, ein weiteres soll 2004 noch hinzukommen. Die Münchener O2 will die Zahl ihrer UMTS- Endgeräte im Laufes des Jahres, einschließlich Datenkarte, auf sechs erhöhen. Der Massenmarkt werde sukzessive erschlossen, meinte ein Sprecher.

Zeitgleich startete Vodafone auch in 15 anderen Ländern mit neuen UMTS-Diensten, -Handys und -Tarifen. Das sagte der Vorstandschef des britischen Unternehmens, Arun Sarin, bei der Bekanntgabe des offiziellen Starts für die breite UMTS-Vermarktung.

Als wichtiger Treiber für künftiges Wachstum im UMTS-Geschäft sieht Kuczkowski vor allem die Anwendungen Videotelefonie, TV auf dem Handy und das Herunterladen von Musik aus dem Internet. UMTS sei dabei für Vodafone die zentrale Innovation, die den Mobilfunk entscheidend voranbringe. Der Begriff habe sich inzwischen zu einer Marke entwickelt. Vor mehr als vier Jahren hatten die vier deutschen Mobilfunkbetreiber für insgesamt gut 50 Mrd. Euro UMTS-Lizenzen ersteigert.

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