Vodafone-Testlabor
Aus der rheinischen Denkfabrik auf die Cebit

Bevor Vodafone neue Produkte auf den Markt bringt, müssen sich die Dienste im Testlabor des Mobilfunkanbieters in Düsseldorf bewähren.

DÜSSELDORF. Ein Starbucks-Logo, eine Landschaft, lachende Gesichter. Die Ansichten in den kleinen schwarzen Bilderrahmen auf dem grauen Labortisch wechseln in regelmäßigen Abständen. Doch statt der sonst üblichen vorgefertigten Diaschauen über Speicherkarte kommen die Bilder per Mobilfunk auf das TFT-Display. Die Kosten für die Übermittlung sind im Kaufpreis des Rahmens enthalten. Die Steuerung übernimmt jeder beliebige Internet-Browser von irgendwo aus auf der Welt. "Sie glauben gar nicht, in was man alles SIM-Karten einbauen kann", freut sich Klemens Gaida fast diebisch.

Gaida ist Trendscout von Vodafone. Sein Büro ist in der Denkfabrik in Düsseldorf. Er ist nur damit beschäftigt heraus zu finden, womit sich die gigantischen Leitungskapazitäten des weltgrößten Mobilfunkbetreibers in Zukunft sinnvoll und profitabel füllen lassen. Eine wichtige Aufgabe, denn die Bedeutung der reinen Sprachtelefonie wird für die Mobilfunkunternehmen immer weiter abnehmen, sind sich Marktbeobachter weltweit sicher. Intelligente Datendienste und Internetanwendungen haben dagegen Hochkonjunktur.

Der Dienstsitz des "Leiters Future Products" ist Düsseldorf. Hinter mannshohen Stahlzäunen und streng bewacht liegt hier das größte von drei so genannten Vodafone Multi Vendor Test (MVT) Centern. Auf 6500 Quadratmetern ist ein voll funktionsfähiges Mobilfunknetz mit der Vermittlungskapazität der Schweiz aufgebaut. Hier sind hunderte Kilometer Kabel, komplette Mobilfunkstationen sowie rund 17 000 Server verbaut, wie Laborleiter Christian Tralle und Herr über das MVTC schätzt. Als das Oderhochwasser ganze Landstriche unter Wasser setzte, wurde die Anlage sogar scharf geschaltet und wickelte den Mobilfunkverkehr für Dresden ab.

Nach Düsseldorf kommen Telefonhersteller oder Serviceanbieter aus aller Welt, um wie in einem großen Sandkasten Produkte unter realen Bedingungen zu testen. Und so mancher musste mit hängendem Kopf wieder abziehen und noch mal von vorne anfangen. Viele der Telefone, Datenkarten sowie der digitale Bilderrahmen, die in Hannover auf der IT-Messe Cebit gezeigt werden, sind hier zuvor intensiv getestet worden.

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