Voice over W-Lan
Das Handy wird zum Internettelefon

Die Erfolgsstory Voice over IP (VoIP) setzt sich fort - ungeachtet erster Warnungen vor Angriffen aus dem Netz.

DÜSSELDORF. Im Herbst erklärte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis erste schwerwiegende Angriffe auf Telefonie-Systeme über das Internet bekannt würden. Jörg Wassink, Sprecher des Telekommunikations-Dienstleisters Colt Telecom, sieht jedoch keinen Grund zur Beunruhigung. "Das Risiko liegt eher bei Privatleuten. Unsere Kunden erhalten geschützte Leitungen. Der Sprachverkehr ist genauso sicher wie der Datenverkehr."

Für Bedenken ist kein Platz: Anbieter wie Colt preisen die Internettelefonie zunehmend auch als Alternative für den Mittelstand. Das Unternehmen stellte jüngst ein neues Angebot vor, das die Telefonkosten von Firmen um ein Fünftel senken soll. "2005 brachte den Durchbruch der Internet-Telefonie bei Privatkunden, 2006 werden die Geschäftskunden folgen", sagt Colt-Chef Jean-Yves Charlier. Aus Sicht der Anbieter soll der Firmenkunde möglichst viel aus einer Hand beziehen: Neben Datenleitungen und dem IP-Sprachverkehr also auch Zusatz-Services wie E-Mail- oder Security-Dienste.

Auch der Siemens-Bereich Communications will zeigen, dass Voice over IP etwas für kleine und mittlere Unternehmen sein kann. Auf der Cebit wird das Produkt "Hi-Path Biz-IP" gezeigt, das auf der Basis von Peer-to-Peer-Technologie arbeitet. Mit dieser Kommunikationslösung wird die Vermittlungsintelligenz, die üblicherweise in der Telefonanlage steckt, in die Endgeräte gebracht. So können die Telefone direkt an das lokale Firmen-Netzwerk (Lan) angeschlossen werden. Über die integrierte Software finden und konfigurieren sie sich selbst und sind sofort funktionsfähig. Das sei vor allem für kleine, technisch orientierte Firmen ideal, wirbt Siemens.

Im Mittelpunkt der Cebit wird die Weiterentwicklung des VoIP-Gedankens in die mobile Welt stehen. Voice over W-Lan (Vo-W-Lan) ist die sperrige Bezeichnung für mobiles Telefonieren über das Internet. Genauso wie bei der Festnetzvariante werden für die Kommunikation winzige Pakete mit Sprachdaten durch das weltweite Computernetz transportiert. Der Unterschied: Der Zugang ins Internet erfolgt per Funk über Wireless-Lan (W-Lan) und nicht über DSL oder Glasfaserkabel. Voice over W-Lan ist überall dort möglich, wo ein W-Lan-Zugang existiert - sei es zuhause im privaten Computernetzwerk, im Büro oder im Einzugsbereich öffentlicher Hotspots, die man heute weltweit auf Bahnhöfen, Flughäfen oder in zahlreichen Cafés findet.

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