Vor allem Dienstleister wollen Wettbewerbsfähigkeit mit modernster Technologie sichern
Firmen investieren stärker in Informationstechnik

Die Unternehmen verstärken ihre Investitionen in die Informationstechnologie. Das zeigt der Handelsblatt-Business-Monitor. Danach gehen 44 Prozent von 827 befragten Managern davon aus, dass sie ihre IT-Investitionen in diesem Jahr "etwas" oder "deutlich" erhöhen werden. Bei einer Umfrage im März 2004 rechneten lediglich 37 Prozent der Befragten damit.

fo DÜSSELDORF. Dieses Ergebnis stützt die Einschätzung des Branchenverbandes Bitkom, der zum Auftakt der Cebit höhere Zuwachsraten erwartete. Auch SAP-Chef Henning Kagermann hatte im Vorfeld der Messe gegenüber dem Handelsblatt von einer "Aufbruchstimmung im Markt" gesprochen. Der Business-Monitor ist eine regelmäßige Umfrage unter Top-Managern im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp.

Manager aus mittleren, vor allem aber aus großen Unternehmen sagen, dass die Kosten für die Informationstechnik sinken werden, zumindest etwas. Bei großen Firmen erwarten das 24 Prozent, bei mittelgroßen immerhin noch 14 Prozent.Die aktuelle Umfrage macht auch deutlich, dass die Unternehmen mit dem Ausbau der Informationstechnik inzwischen vorangekommen sind. Während dieser Bereich vor zwei Jahren noch von 36 Prozent der Manager als "sehr wichtig" eingestuft wurde, sind es jetzt 34 Prozent. Fast die Hälfte (48 Prozent) aller Befragten sagt inzwischen, IT sei nur "ebenso wichtig" wie andere Investitionsfelder. Vor zwei Jahren waren es 42 Prozent. In dieser Einschätzung gibt es geringe Unterschiede zwischen den Unternehmensgrößen. Nur Manager aus kleineren Firmen tendieren dazu, IT-Investitionen für etwas weniger wichtig als andere Bereiche zu halten.

Das hängt mit dem Anteil der IT-Kosten am Gesamtumsatz der Firmen zusammen - die kleinen Unternehmen leiden unter relativ hohen IT-Kosten. Rund 29 Prozent von ihnen geben deren Anteil am Umsatz mit fünf Prozent und mehr an. Großunternehmen müssen der Umfrage zufolge weniger vom Umsatz für ihre IT aufwenden. Durchschnittlich beziffern die Manager ihre IT-Aufwendungen mit 3,3 Prozent. Fast die Hälfte der Befragten gibt die Relation jedoch mit maximal drei Prozent an.

Sehr unterschiedlich sind vor allem die IT-Kosten nach Branche. Während Dienstleister die Relation zum Umsatz mit durchschnittlich 4,4 Prozent angeben, beträgt dieser Wert im Baugewerbe nur 2,4 Prozent. Dienstleister sind es auch, die dem Stellenwert der IT-Investitionen für die Wettbewerbsfähigkeit einen sehr hohen Rang einräumen (49 Prozent).

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