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Vor den Oscars: Wieder Ärger um DVD-Versand für Jury

Gut vier Monate vor der nächsten Oscar-Verleihung gibt es erneut Ärger um die Versendung von Kopien potenzieller Wettbewerbfilme an die mehr als 5 600 Juroren der US-Filmakademie.

dpa NEW YORK. Gut vier Monate vor der nächsten Oscar-Verleihung gibt es erneut Ärger um die Versendung von Kopien potenzieller Wettbewerbfilme an die mehr als 5 600 Juroren der US-Filmakademie.

Der Grund sei diesmal, dass sich die Hollywood-Studios nicht auf eine Verschlüsselungstechnologie für die so genannten Screener-Dvds einigen können, berichtete die „New York Times“. Mit der digitalen Verschlüsselung soll verhindert werden, dass Videopiraten sich Screener verschaffen und Raubkopien in Umlauf bringen.

Wegen des Technologiestreits seien den „Oscar-Machern“, den stimmberechtigten Mitgliedern der Akademie, noch immer nicht Spezial-DVD-Player zugeschickt worden, mit denen sie verschlüsselte Dvds der Studios anschauen könnten. Nach Branchenangaben ist inzwischen der rechtzeitige Versand vieler Filme gefährdet, die von den Juroren angeschaut und bis spätestens zum 15. Januar zur Nominierung für die Oscars ausgewählt werden sollen.

Im vergangenen Jahr hatte es in Hollywood einen heftigen Streit gegeben, als große Studios beim Verband der US-Filmindustrie Mpaa zunächst durchsetzten, dass gar keine Kopien mehr an die Oscar- Juroren versandt werden. In den Jahren zuvor waren mehrere solcher Kopien in die Hände von Videopiraten gelangt, die sie ins Internet stellten oder als DVD-Raubpressungen verkauften.

Das Versandverbot wurde aufgehoben, nachdem Filmschaffende klagten, es benachteile kleinere Studios. Früher waren die potenziellen Oscar-Filme nur im Kino oder bei Sondervorführungen für die Juroren zu sehen. Mit der Erfindung der Videorekorder wurde es jedoch üblich, dass Akademiemitglieder sich die Filme vom heimischen Sofa aus anschauten.

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