Vor der Messe
Schwarzenegger soll Stimmung auf der Cebit heben

Viel Polit- und Wirtschaftsprominenz hat sich zur diesjährigen Cebit angemeldet, die kommende Woche in Hannover ihre Tore öffnet. Doch ob Promis wie der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger über die trübe Stimmung der Branche hinwegtrösten können, bleibt abzuwarten.

HB MÜNCHEN. Richtige Vorfreude will in der sonst so umtriebigen IT-Branche vor ihrer größten Messe dieses Jahres nicht aufkommen. Viele Stammaussteller, darunter zahlreiche Branchengrößen, schenken sich die Cebit, die am 3. März für sechs Tage ihre Tore öffnet. Der koreanische Elektroriese Samsung bleibt ebenso zu Hause wie viele Mobilfunkunternehmen, etwa O2 und Ericsson, die sich ohnehin auf dem Mobile World Congress in Barcelona inzwischen besser aufgehoben fühlen.

Abgesehen von der Deutschen Telekom und SAP sind zudem einheimische Großunternehmen in Hannover mittlerweile eine Rarität. Der größte europäische Computerbauer Fujitsu Siemens Computers etwa reduziert seine einst große Präsenz kurz vor der Komplettübernahme durch Fujitsu deutlich, der neue Chef Kai Flore reist laut Firmenprogramm nicht an.

Siemens zeigt wie in den letzten Jahren lediglich sein kleines verbliebenes IT-Standardportfolio. Viele Unterhaltungselektronikhersteller zieht es stärker zur Internationalen Funkausstellung nach Berlin. Rund ein Viertel weniger Aussteller präsentieren sich auf der Cebit. Damit schrumpft diese auf ihr Niveau von 1990.

Was die Inhalte angeht, setzt die Messeleitung auf Bewährtes. Wie im vergangenen Jahr steht die energiesparende Technik (GreenIT) im Vordergrund. Daneben richtet sich der Fokus auf die sozialen Aspekte und Einsatzmöglichkeiten des Internets, die sogenannte „Webciety“. Wer sich wie einst auf die Suche nach dem neuesten Technikspielzeug macht, dürfte inmitten der zahlreichen Unternehmenssoftwareanbieter wenig Glück haben.

Viel Polit- und Wirtschaftsprominenz soll der trüben Stimmung entgegenwirken. Neben dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger sollen zahlreiche Spitzenmanager der Branchenriesen aus den USA und Asien die Fachleute bei Laune halten. Von dort kommen auch die wenigen Aussteller, die ihre Auftritte vergrößerten wie der IT-Dienstleister IBM, der von der Krise profitiert, oder der Taiwaner Notebookproduzent Asus.

Der Chef des Branchenverbandes, August-Wilhelm Scheer, spendete bereits im Vorfeld Trost: „Unsere Branche ist längst nicht so gebeutelt wie Autoindustrie oder Banken“, sagte er in einem Zeitungsinterview. „Wir rechnen immerhin mit einer schwarzen Null für den Umsatz im Jahr 2009."

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