Vorläufige Bilanz
Billige Computer machen Fujitsu-Siemens zu schaffen

Für den PC-Hersteller Fujitsu-Siemens musste im vergangenen Jahr einiges einstecken. Zwar ist das Unternehmen nicht zuletzt durch einen Zukauf gewachsen. Doch ging der Gewinn nach unten. Neue Produkte und Services sollen Besserung bringen.

HB HANNOVER. "Es war ein hartes und wettbewerbsintensives Jahr", sagte Vorstandschef Bernd Bischoff am Mittwoch in Hannover. Obwohl die Geschäfte im Mittleren Osten und in Osteuropa etwas besser liefen, hätten ein Nachfrageeinbruch zur Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft und ein Preiskampf seinem Haus zu schaffen gemacht. Ein Computer sei im Schnitt 20 Prozent billiger geworden. Bei Desktop-Computern und Notebooks für Privatanwender seien zudem Marktanteile verloren gegangen.

Einschließlich der neuen Service-Sparte, die im vergangenen Jahr mit der Übernahme des Computer-Wartungsgeschäfts von Siemens aufgebaut wurde, erreichte Fujitsu-Siemens nach vorläufigen Ergebnissen für das in diesem Monat endende Geschäftsjahr 2006/2007 einen Umsatz von rund 7 Mrd. Euro nach 6,6 Mrd. ein Jahr zuvor. Der Betriebsgewinn stieg leicht von 132 auf 140 Mill. Euro. Jedoch drückten die Kosten für den Personalabbau bei der ehemaligen Siemens Computer-Wartungssparte den Gewinn vor Steuern auf voraussichtlich 85 Mill. Euro. 2005/2006 stand noch ein Vorsteuergewinn von 121 Mill. Euro zu Buche.

"2007 müssen wir zum Wachstum zurückkehren", sagte Bischoff. Dazu sollen neue Privat-PCs und Notebooks sowie Angebote für das "digitale Heim" ebenso beitragen wie ein neu aufgestelltes Geschäftsmodell für Firmenkunden. Diesen solle eine umfassende Lösung von der Hardware bis zur Verwaltung und Pflege eines IT-Systems angeboten werden, erklärte der Manager. Dabei will Fujitsu-Siemens bewusst auf Vielfalt setzen: "Wir sind nicht auf lediglich eine Technologie oder auf ein Betriebssystem festgelegt."

"Wir wollen schon über 7 Mrd. Euro Umsatz rauskommen", sagte Bischoff. Den Nachfrageschub durch das neue Microsoft-Betriebssystem Windows Vista habe sein Unternehmen dabei eingeplant. Auch beim operativen Ergebnis will Fujitsu-Siemens zulegen: "Ob das jetzt 150 oder 160 Mill. Euro werden, darauf will ich mich jetzt nicht festlegen". Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 4 700 Menschen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%