Wachstumschancen
Das Web 2.0 erreicht die Wirtschaft

Das neue Mitmach-Internet mit Wikis, Blogs und interaktiven Diensten erreicht die Unternehmenswelt - und eröffnet neue Wachstumschancen.

HANNOVER. "In Zukunft erhalten Mitarbeiter ihr morgentliches Briefing per Podcast und firmeninterne Neuigkeiten über eine Nachrichtenleiste auf dem PC. Das Managen von Projekten erfolgt online und Blogs sorgen für das Archivieren von Kommentaren", skizziert Experton-Berater Carlo Velten den Unternehmensalltag der Zukunft. Das Tempo, mit dem Firmen die neuen Möglichkeiten nutzen, ist nach Einschätzung des Beraters allerdings noch zu niedrig: "Viele Unternehmen sehen die Potenziale nicht."

Auch die Marktforscher der Gartner Group warnen: Europäische Firmen liefen Gefahr, den Einstieg in das so genannte Web 2.0 zu verschlafen. "Die Entwicklung zur nächsten Web-Generation verläuft sehr schnell und vor allem auf globaler Ebene, so dass die europäischen Konzerne in ihren Geschäftsmodellen zurückfallen", schreiben die Analysten. Relevant würden in den nächsten zwei Jahren insbesondere Bausteine zur Analyse sozialer Netzwerke und zur schnellen Anpassung von Inhalten. Gefragt seien zunehmend auch so genannte Mashups - Programme zur flexiblen Verknüpfung kleinteiliger Anwendungen unterschiedlicher Hersteller.

In Deutschland nutzen schon mehr als 12 Millionen Menschen Web 2.0-Dienste wie das Lexikon Wikipedia oder das Geschäftsnetzwerk Xing (ehemals Open BC), hat die Booz Allen Hamilton ermittelt. Die durch Web 2.0 veränderten Lebens- und Einkaufsgewohnheiten böten Chancen und Risiken für Unternehmen: "Allein in Deutschland ist bei den traditionellen Telekommunikationsanbietern ein Umsatzvolumen von rund 1,7 Mrd. Euro in Gefahr", sagt Stefan Eikelmann, Geschäftsführer bei Booz Allen Hamilton. Sprach- und vor allem Messaging-Dienste wie SMS oder E-Mail würden zunehmend an den traditionellen Anbietern vorbei über das Internet abgewickelt.

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