Wachstumspotenzial gesehen: Softwarehersteller wollen Mittelstand verstehen

Wachstumspotenzial gesehen
Softwarehersteller wollen Mittelstand verstehen

Die Softwarebranche hat den Mittelstand entdeckt. Die führenden Hersteller von Unternehmenssoftware sprechen unisono von einem Markt, der noch beträchtliches Wachstumspotenzial bietet.

dpa STUTTGART/WALLDORF. Zum einen wollen die Softwareunternehmen von dem noch großen Nachholbedarf der kleineren und mittleren Betriebe bei ihrer IT- Ausstattung profitieren. Die Hersteller haben aber auch erkannt, dass sie mehr maßgeschneiderte Lösungen für den Mittelstand anbieten müssen.

Und noch einen Knackpunkt haben die Global Player entdeckt: Sie müssen die Sprache ihre Mittelstandskunden sprechen. "Gerade auf der Cebit wollen wir zeigen: "Wie fühlt sich das denn an?", "Was macht die Software denn wirklich im Dienstleistungsbereich?"", erklärt Ralf Strauß, Marketing-Chef für Deutschland von Europas führendem Softwarehersteller SAP. "Wir wollen künftig aus der Geschäftsführerperspektive und nicht der Sicht eines IT-Spezialisten unsere Produkte präsentieren."

Das bedeutet in der Praxis: Nicht die facettenreichen Softwarepakete für Konzerne mit tausenden Mitarbeitern einfach abgespeckt den kleinen Betrieben anbieten, sondern maßgeschneiderte Lösungen sowohl für den Textilhersteller als auch den Getränkeproduzenten auf den Markt bringen.

Der Computerkonzern IBM geht ähnlich an die neue Zielgruppe heran. Einfache Benutzbarkeit, problemlose Wartung und schnelle Verfügbarkeit stünden beim Mittelstand neben dem Faktor Preis im Vordergrund, erklärt Deutschland-Geschäftsführer Andreas Kerstan die Bedürfnisse der Kunden. Die Softwarelösungen müssten zudem gut in andere Prozesse integriert werden können. IBM hat dabei Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten im Blick.

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