Web 2.0
Banken folgen ihren Kunden zu Facebook

Zwei von drei Kreditinstituten wollen in den nächsten drei Jahren in die Kundenkommunikation investieren. Angesichts rasant steigender Nutzerzahlen streben die Kreditinstitute in Onlinenetzwerke wie Facebook. Künftig sollen Kunden dort unmittelbar Zugriff auf ihr Konto haben und ihre Finanzen managen.
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KÖLN. Auf den ersten Blick erscheint es paradox: Informationstechnik (IT) erweist sich für Banken zugleich als Motor und Bremse für das Wachstum. Zwei Studien zeigen auf, wie die moderne Kommunikationstechnik das Geschäft der Finanzindustrie beflügeln kann - und wie sie zum Hemmschuh für die wirtschaftliche Entwicklung wird.

Neue Geschäftschancen wittern Bankmanager im Web 2.0 - und sie zeigen sich entschlossen, diese wahrzunehmen. Angesichts rasant steigender Nutzerzahlen streben die Kreditinstitute in Onlinenetzwerke wie Facebook. Laut Branchenverband Bitkom sind dort in Deutschland 26 Millionen Menschen Mitglied - das sind 3,6 Millionen mehr als ein Jahr zuvor.

Zwei von drei Kreditinstituten wollen hier in den nächsten drei Jahren in die Kundenkommunikation investieren - so lautet das Ergebnis einer Studie von Steria Mummert Consulting. Mitte dieses Jahres wurden 100 Entscheider der 100 größten Kreditinstitute Deutschlands befragt. Der Plan: Künftig sollen Kunden auch in sozialen Netzwerken unmittelbar Zugriff auf ihr Konto haben und ihre Finanzen managen.

Abseits der Web-Communitys zeigen sich die Führungskräfte der Banken mit der modernen Kommunikationstechnik jedoch unzufrieden. Schuld daran tragen auch die IT-Dienstleister, fand der indische Konzern Infosys - selbst in dieser Branche aktiv - in einer Umfrage unter den Vorständen von 89 europäischen Banken heraus. 78 Prozent der Befragten würden danach gerne innovativere Produkte anbieten, werden dabei aber ausgerechnet durch unflexible IT-Systeme und Entwicklungsengpässe im IT-Bereich behindert.

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