Web-Angebote nicht zwangsläufig günstiger
Internetboom kommt Einzelhandel zu gute

Das Einkaufen im Internet gewinnt auch für den klassischen Einzelhandel an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen nutzen den Online-Handel als einen zweiten Vertriebsweg, sagte der Sprecher des Hauptverbands des Deutschen EinzelhandelS (HDE), Hubertus Pellengahr am Dienstag .

HB BERLIN. Mittlerweile böten gut 25 Prozent der rund 430 000 Einzelhandelsunternehmen in Deutschland ihre Ware auch im Netz an. Pellengahr widersprach damit einer Einschätzung von Marktforschern, wonach der Internetboom zulasten des EinzelhandelS gehe.

Der Anteil des Online-Handels am Gesamtumsatz bewege sich mit rund zwei Prozent aber noch auf sehr niedrigem Niveau. „Für dieses Jahr erwarten wir einen Online-Umsatz von rund 13 Milliarden Euro“, sagte der Internet-Spezialist beim HDE, Olaf Roik. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen nutzen das Internet parallel zum stationären Handel. Diese verkauften ihre Ware auch vielfach über das Internetauktionshaus eBay. „Gerade für die Kleinen ist es ein Problem, im Internet gefunden zu werden“, sagte Roik.

Seit dem Start des Warenhandels im Netz Mitte der 90er Jahre werde ein stetiges Wachstum verzeichnet. Die Zahl der reinen Online-Händler sei aber noch nicht zu quantifizieren. Nach Roiks Einschätzung gibt es keine Verlagerung zulasten des stationären Handels. In einigen Branchen wie zum Beispiel beim Lebensmittelhandel spiele der Online- Handel noch keine Rolle. Stark ausgeprägt sei er hingegen bei CDs und Büchern.

Die Internetangebote seien auch nicht zwangsläufig günstiger als die in den Geschäften. Die Kunden müssten daher immer wieder Preisvergleiche vornehmen. Der Handel im Internet basiere noch sehr auf Vertrauen, vor allem hinsichtlich des Zahlungsverkehrs, der Warenlieferung und des Gewährleistungsrechts im Fall von Produktfehlern beim Kauf.

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