Web-based Computing
Google baut seine Online-Festplatte aus

Google steht vor einem weiteren Schritt in Richtung Web-based Computing. Das Unternehmen arbeitet an einem neuen Dienst, der Usern die umfassende Auslagerung eigener Dateien ins Internet ermöglichen soll. Die erweiterte Online-Festplatte ist eine Kampfansage vor allem an den Konkurrenten Microsoft.

TT DÜSSELDORF. Google will offenbar sein Angebot mit Online-Festplatten weiter ausbauen. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ (WSJ) plant das Unternehmen, Internet-Usern Speicherkapazität anzubieten, um eigene Daten in großem Umfang vom Rechner ins Internet auszulagern. Der Dienst soll unabhängig von bisherigen Angeboten wie Google-Mail oder Picasa arbeiten. Laut WSJ ist ein kostenloses Basispaket geplant, gegen Gebühr könne zusätzlicher Speicherplatz zugekauft werden. Starten soll der intern „My Stuff“ genannte Dienst spätestens in einigen Monaten.

Mit dem neuen Angebot würde Google den Wettbewerb mit Microsoft verschärfen, das vor kurzem einen vergleichbaren Service in seinen Live-Internetdienst aufgenommen hatte. Auch Firmen wie Yahoo, AOL oder Apple haben bereits unterschiedliche Angebote für Online-Speicherplatz im Programm.

Viele User zögern allerdings noch, vertrauliche Informationen und wichtige Dateien außerhalb des eigenen Rechners abzulegen. Neben den Fragen nach ausreichendem Schutz der Privatsphäre stellt sich das Problem des schnellen und sicheren Zugriffs auf die gespeicherten Informationen. Hier arbeitet Google derzeit offenbar an einer technischen Lösung, mit der Dateien schneller transferiert und geöffnet werden können als bei anderen Anbietern.

Ein anderes Problem könnte sich für Google aus dem möglichen Datenaustausch über „My Stuff“ ergeben. Dem Bericht zufolge sollen sich User über „My Stuff“ untereinander austauschen können, wobei auch Copyright-geschützte Daten, etwa Musikfiles, getauscht werden könnten. Hier steht das Unternehmen offenbar bereits in Gesprächen mit Rechteinhabern, eine Lösung zeichnet sich laut WSJ bereits ab.

Offiziell bestätigen wollte Google den WSJ-Bericht nicht. Eine Google-Sprecherin erklärte nur, Speicherplatz sei eine wichtige Komponente, um Webangebote leicht in die Arbeit von Privat- und Unternehmensanwendern einzupassen. In einem versehentlich an die Öffentlichkeit gelangten Papier hatte das Unternehmen allerdings bereits im März 2006 Planungen für ein umfassendes Online-Speicherangebot erkennen lassen.

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