Webmail-Dienst: Google wirft China verdeckte Blockade vor

Webmail-Dienst
Google wirft China verdeckte Blockade vor

Google beschuldigt die chinesische Regierung, den E-Mail-Dienst des Suchmaschinenanbieters heimlich massiv zu stören. Statt offener Zensur ließe das Regime die Blockade wie eine technische Störung aussehen.
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Berlin

Der Streit zwischen Google und China geht in die nächste Runde. Der US-Internetkonzern warf der Regierung am Peking am Montag vor, seinen E-Mail-Dienst in China zu blockieren. Dort klagen Gmail-Nutzer seit Wochen über Probleme bei dem Online-Dienst: Sie können sich zwar einloggen, nicht aber E-Mails versenden, auf ihr Adressbuch zugreifen oder ähnliche Anwendungen ausführen.

Eine Google-Sprecherin schloss ein Problem aufseiten des Konzerns aus. "Das ist eine Blockade durch die Regierung, die sorgfältig entworfen wurde, um wie ein Problem bei Gmail auszusehen." Das chinesische Außenministerium äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Google hatte sich Anfang 2010 endgültig geweigert, die staatlichen Auflagen der Selbstzensur in China zu akzeptieren und zog sich in Folge des Streits aus dem Markt zurück. Wiederholt warf das Unternehmen der chinesischen Regierung verdeckte Hackerangriffe und Sabotage vor. Der damalige Streit um Zensurauflagen wurde auch angefeuert durch den Verdacht, dass sich chinesische Regierungsstellen Zugang zu Servern von amerikanischen Unternehmen verschafft sowie Mail-Konten von Aktivisten ausspioniert haben sollen.

Internet Rufe nach einer "Jasmin-Revolution" auch in China laut geworden. Die kommunistische Regierung hat seitdem die Zensur des Internets verstärkt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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