Webversion von Office
Microsoft bringt das Büro ins Internet

Briefe schreiben und Tabellen anlegen, das können Surfer bald auch mit dem Office-Programm im Internet. Microsoft hat seinen Widerstand aufgegeben und auf der Entwicklerkonferenz in Los Angeles eine abgespeckte Version seines Büropakets für das weltweite Datennetz angekündigt.

DÜSSELDORF. Wann der Service zur Verfügung stehen wird, hat der Softwareriese nicht verraten. Sicher ist nur, dass Office Web – so der Name des Dienstes – gleichzeitig mit der neuen Version des Büroprogramms, die unter dem Arbeitstitel „Office 14“ entwickelt wird, angeboten wird. Bislang hat Microsoft alle zwei bis drei Jahre eine Office-Version eingeführt – die aktuelle ist seit Januar 2007 auf dem Markt. Experten sind sich einig, dass mit Office Web deshalb vor 2010 nicht zu rechnen ist.

Der Softwarekonzern aus Redmond hatte sich lange gesträubt, seine Bürosoftware als Webanwendung anzubieten. Selbst der Vorstoß von Google, IBM und Adobe hatte daran nichts geändert. Doch mit dem Schwenk Microsofts in Richtung Cloudcomputing wäre das nicht mehr verständlich gewesen. Mit diesem Schlagwort beschreibt die Branche den Trend, dass Computeraktivitäten zunehmend vom lokalen Rechner ins Internet verlagert werden.

Die Bürosoftware Office mit Bausteinen wie Word für Textverarbeitung oder Excel für Tabellenkalkulation gehört zu den wichtigsten Umsatzsäulen des Konzerns. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte die Office-Sparte einen Umsatz von 18,9 Mrd. Dollar, der Gewinn lag bei 12,4 Mrd. Dollar. Im jüngsten Quartal legte der Business-Bereich („Microsoft Office“) mit 4,9 Mrd. Dollar sogar noch einmal mit einem Plus von 20 Prozent kräftig zu und erzielte mit dem Programmpaket sogar noch mehr Gewinn und Umsatz als mit den ebenso gewinnträchtigen Windows-Betriebssystemen.

Mit der Internetversion von Office hofft Microsoft vor allem Konsumenten auf seine Seite zu ziehen, die das Büroprogramm ohnehin nicht gekauft hätten. Dass Benutzer von der kostenpflichtigen auf die kostenlose Version umsteigen, halte man für ausgeschlossen, so Microsoft-Mitarbeiter Chris Capossela. Der Grund: Die Onlineversion bearbeite große, sperrige Dateien langsamer.

Die webbasierten Versionen wird es sowohl von Word, Excel, PowerPoint sowie von OneNote geben. Somit können von jedem ans Internet angeschlossenen Computer aus Office-Dokumente erstellt und bearbeitet werden. Auch über Smartphones soll ein Zugriff möglich sein. Die Applikationen sollen in Standard-Browsern wie Internet Explorer, Firefox oder Safari laufen.

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