Weltgrößte Computermesse in Hannover
Digitale Unterhaltung füllt Cebit-Hallen

Die Cebit hält, was sie versprach: Die Hersteller überbieten sich mit neuen Produkten für die digitale Unterhaltung und locken wieder zehntausende Besucher nach Hannover. Viel mehr als reine Computertechnik stehen Geräte für das vernetzte Zuhause mobile Technologien im Mittelpunkt.

dpa HANNOVER. Die Bahn kündigte am Freitag einen drahtlosen schnellen Internet- Zugang in ihren ICE-Zügen an. Partner der Bahn bei dem Projekt "Railnet" ist die Telekom. Im Herbst startet ein Pilotversuch auf der Strecke Köln-Dortmund. Bei einem Erfolg der Pilotphase soll von 2006 an in allen ICE-Zügen das Surfen im Internet per Laptop über ein lokales drahtloses Netz (Wlan) möglich sein. Die Bahn will damit vor allem mehr Geschäftsreisende weg von der Straße und dem Flugzeug in die Hochgeschwindigkeitszüge locken.

Mit Hilfe einer "Breitband-Offensive" von Politik und Wirtschaft soll noch "deutlich vor 2010" die Hälfte der privaten Haushalte in Deutschland über einen Hochgeschwindigkeitsanschluss zum Internet verfügen. Derzeit haben hier zu Lande lediglich 18 Prozent der Haushalte einen Breitbandanschluss, deutlich weniger als in vielen anderen Industriestaaten.

Das T-Online-Musikportal Musicload zog genau ein Jahr nach dem Start auf der vergangenen Cebit eine positive Bilanz. Inzwischen werde pro Monat rund eine Million Songs heruntergeladen, sagte ein Sprecher. Im ersten Jahr waren es mit einer langsameren Anlaufphase mehr als vier Millionen. Insgesamt wurden in Deutschland im vergangenen Jahr nach Branchenangaben zehn Mill. Titel online verkauft.

Bei führenden deutschen Mobilfunk-Anbietern brachte die Cebit deutliche Unterschiede in der Strategie zu Tage. Während Marktführer T-Mobile die hohen Subventionen auf Handys bei Abschluss neuer Verträge abbauen will, hält Verfolger Vodafone D2 an der bisherigen Politik fest. "Unsere Subventionspolitik basiert auf profitablen Wachstum. Solange dies die Basis ist, gibt es keinen Grund, daran etwas zu ändern", sagte Vodafone-Deutschland-Chef Jürgen von Kuczkowski am Freitag in Hannover der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die kleineren Wettbewerber O2 und E-Plus würden auch gern die Subventionierung der Geräte zurückfahren, warten aber auf ein Mitziehen von Vodafone.

Ein Schwerpunkt in diesem Jahr sind auch IT-Lösungen für den Mittelstand. IBM will den Einsatz der Funktechnologie Rfid in der Logistik mit einem Starter-Paket schmackhaft machen. Für 12 000 Euro umfasst das Angebot Hardware, Software und Beratung. Rfid ermöglicht auf kurzer Entfernung die automatische Erkennung einzelner Objekte per Funk und soll unter anderem die herkömmlichen Strichcodes auf Verpackungen ablösen. Microsoft und Intel wollen mit einer gemeinsamen Plattform IT-Standards im Gesundheitswesen vereinheitlichen. Diese "E-Health-Plattform" soll Krankenhäuser, Apotheken, Ärzte, Kassen und Patienten besser vernetzen.

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