Weltgrößte Messe für Computertechnik
Die Geschichte der Cebit

Die gemessen an der Ausstellungsfläche weltgrößte Messe für Computertechnik und Telekommunikation begann als eigener Bereich unter dem Dach der Industriemesse in Hannover.

HB HANNOVER. Seit 1970 hatte das "Centrum der Büro- und Informationstechnik" (Cebit) seinen Platz in der neuen Halle 1 am Nordeingang des Messegeländes. Erst 1986 öffnete die erste eigenständige Cebit ihre Tore: 2 142 Aussteller präsentierten sich damals auf einer Ausstellungsfläche von 200 000 Quadratmetern, und 334 000 Besucher wurden gezählt. Dem Debüt am 12. März 1986 war eine langwierige und schwierige Entscheidungsfindung vorausge­gangen.

Mit über 8 000 Ausstellern und mehr als 800 000 Besuchern erreichte die Cebit ihren Höhepunkt im Jahr 2001 - kurz vor dem abrupten Ende des Internet-Booms und der Krise der "New Economy". Seitdem musste die Messe einen kräftigen Schwund hinnehmen, 2007 kamen noch 6 153 Aussteller und 480 000 Besucher. Immerhin, im Vergleich zu 2006 stieg die Besucherzahl damit wieder um gut zehn Prozent.

Seit jeher plagt sich die Cebit mit dem Verhältnis zwischen professionellen Fachbesuchern und sonstigen Interessenten. Der Anteil des begeisterten Privatpublikums erreichte 1995 fast ein Drittel. Um den Charakter als Fachmesse zu erhalten, wurden 1996 die Eintrittspreise drastisch erhöht. Außerdem wurde eine Cebit Home eingeführt, die allerdings schon nach zwei Messen - 1996 und 1998 - wieder eingestellt wurde. Erfolgreicher war hingegen die Internationalisierung der Cebit mit Ablegern in Istanbul und Schanghai.

Entwicklung von 1950 bis 1984

Schon Ende der 50er Jahre war die damals unter der Bezeichnung "Büro­in­dustrie" zusammengefasste Branche auf den dritten Platz aller auf der Hannover Messe ausstellenden Industriezweige vorgerückt. Und im Zuge der fortschreitenden Elektronisierung sorgte sie auf dem jährli­chen In­dustrietreff vor allem in den 60er Jahren für zahlreiche Highlights. So stellte Heinz Nixdorf, der spätere Vorzeigeunternehmer der deutschen DV-Branche schlechthin, 1965 in Hannover erstmals seinen legendären Universalrechner 820 vor.

1970 unterstrich die Deutsche Messe AG mit der neu gebauten Halle 1 am Eingang Nord des Messegeländes die Bedeutung dieses Industrie­segments für die Hannover Messe. Es entstand ein mächtiges Ge­bäude, bestehend aus drei unterschiedlichen Nutzungsebenen: einer Garage im Tiefgeschoss mit Parkplätzen für rund 2000 Aussteller, einer Bruttoaus­stellungsfläche von 70 300 Quadratmetern im Erdgeschoss und einer Dachebene mit 750 kleinen Fertighäusern, auch "Trelemente" genannt. 1984 wurde sie als "weltgrößte ebenerdige Messehalle" ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.

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