Weltweite Attacke auf Computersysteme
Microsoft gibt Regierungen Mitschuld an Hackerangriff

Den Angriff auf Computersysteme weltweit sollten die Regierungen der Welt als Weckruf verstehen, warnt Microsoft-Rechtsvorstand Brad Smith. Die Behörden hätten die Zivilpersonen bisher nicht ausreichend gewarnt.
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WashingtonNach dem weltweiten Hackerangriff auf Computersysteme wirft Microsoft den Regierungen eine Mitverantwortung vor. Nach Ansicht von Microsoft-Rechtsvorstand Brad Smith haben Behörden nicht ausreichend vor von ihnen entdeckten Software-Schwachstellungen gewarnt. „Die Regierungen der Welt sollten diesen Angriff als Weckruf begreifen“, betonte Smith am Sonntag in einem Blog-Beitrag. „Wir brauchen Regierungen, die sich des Schadens für Zivilpersonen bewusst sind, der aus dem Anhäufen und Ausnutzen solcher Software-Sicherheitsprobleme entsteht.“

Auch machte der leitende Anwalt von Microsoft teilweise die US-Regierung für den Angriff verantwortlich. Amerikanische Geheimdienste wie CIA und NSA hätten Softwarecodes, die von Hackern genutzt werden können, „gehortet“, klagte Smith. Er forderte Regierungen auf, entdeckte Sicherheitslücken an Softwareunternehmen zu melden anstatt sie zu horten, zu verkaufen oder auszunutzen.

In seinem Blogeintrag verglich er den Cyber-Erpressungsangriff mit einem theoretischen Angriff auf das US-Militär. Ein gleichbedeutendes Szenario sei, wenn den Streitkräften einige Tomahawk-Marschflugkörper gestohlen worden wären.

Nach Angaben der europäischen Polizeibehörde Europol wurden mindestens 200.000 Computersysteme in 150 Ländern von der Hackerattacke getroffen. Die dabei verwendete Schadsoftware nutzte eine Lücke im Windows-Betriebssystem von Microsoft aus. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass das Instrument vom US-Geheimdienst NSA entwickelt und diesem dann entwendet wurde. Betroffen waren nach Einschätzung von Experten zumeist ältere Windows-Versionen. Sie beklagen, dass viele Anwender und Unternehmen zu lange mit Software-Aktualisierungen warten und Sicherheits-Updates nicht installieren.

Die Ausbreitung der Schadsoftware schwächte sich bis Sonntag deutlich ab, da Sicherheitsupdates die Windows-Lücke schlossen und eine Internet-Domain identifiziert wurde, von der aus der Angriff teilweise gesteuert wurde. Auch eine befürchtete neue Welle von Computerstörungen in Asien durch den jüngsten Hackerangriff blieb am Montag zunächst aus.

Experten hatten damit gerechnet, dass das Computervirus erneut aktiv wird, wenn in Asien die Arbeitswoche beginnt und die Rechner wieder eingeschaltet werden. Zwar wurden vereinzelt Störungen gemeldet. Massive Ausfälle von Computernetzen gab es zunächst aber nicht. Es könnte sich aber auch nur um eine Atempause handeln, warnten IT-Sicherheitsexperten. Hacker könnten die Schadsoftware modifizieren und einen neuen Angriff starten.

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Eine „eskalierende Bedrohung“

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  • Immer wieder geil: man soll immer mehr bargeldlos zahlen, alles über das Internet abhandeln damit man schön die Kontrolle über jeden Umsatz eines Bürgers hat, aber sicherer macht man das Zahlen auch nicht, wie das aktuelle Beispiel - eins von zig - zeigt. Nur Bares ist und bleibt Wahres!

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