Weniger Gift, mehr Recycling
Steve Jobs verspricht den „Öko-Mac“

Nach schweren Vorwürfen von Greenpeace hat Apple-Chef Steve Jobs Besserung beim Thema Umweltschutz gelobt. Der Firmengründer kündigte erstmals konkrete Schritte zur Vermeidung giftiger Chemikalien bei der Produktion seiner iPods und Computer an. Bemerkenswert: Bisher hatte Apple stets behauptet, bereits umweltfreundlich zu produzieren.

HB CUPERTINO. So wolle Apple bis Ende kommenden Jahres bei der Herstellung von Bildschirmen komplett auf Arsen verzichten, schrieb Jobs in einer Mitteilung auf der Firmen-Internetseite mit dem Titel „A Greener Apple“. 2010 will Apple zudem rund 28 Prozent der verkauften Geräte recyceln nach weniger als zehn Prozent im vergangenen Jahr.

Greenpeace hatte Apple mehrfach als größten Umweltsünder der Branche gebrandmarkt. Die Umweltschützer warfen Apple vor, viele gesundheitsschädliche Chemikalien zu verwenden und im Gegensatz zu anderen Herstellern keinen Zeitplan für einen Ausstieg zu haben. Apple hatte die Kritik jeweils scharf zurückgewiesen und sich selbst als einen der umweltfreundlichsten Computerbauer bezeichnet.

In seinem Schreiben entschuldigt sich Jobs nun dafür, dass die Firma bislang so wenig zum Umweltschutz bekannt gegeben hatte: „Heute ist das erste Mal, dass wir offen über unsere Pläne gesprochen haben, ein grüneres Apple zu werden.“ In Zukunft will der Konzern mindestens ein Mal pro Jahr Details zu den Fortschritten beim Umweltschutz bekannt geben. Jobs beharrte jedoch darauf, dass Apple bereits jetzt in vielen Punkten umweltfreundlicher sei als viele Konkurrenten wie etwa Lenovo. Greenpeace hatte den chinesischen Hersteller zuletzt dagegen als umweltfreundlichsten Computerbauer bezeichnet.

Zum Kurswechsel des Apple-Gründers könnte neben der Kritik von Umweltschützern auch das Direktorium der Firma beigetragen haben: In dem Führungsgremium sitzt auch der ehemalige US-Vizepräsident und Umweltaktivist Al Gore.

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