Werbe-E-Mails verursachen Kosten in Milliardenhöhe
Kombi-Abwehrstrategie schützt gegen Spam

Werbemüll sorgt nicht nur für Unmut bei den Mitarbeitern, sondern verursacht hohe Kosten in den Unternehmen. Wie sich Firmen gegen Spam wirksam schützen können, haben Experten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik jetzt in einer Studie zusammengetragen, die kostenlos über das Internet heruntergeladen werden kann.

hsn DÜSSELDORF. Die Verbreitung von unerwünschten Werbe-E-Mails – so genannter Spam – über das Internet nimmt immer weiter zu. Spam-Mails haben inzwischen den größten Anteil am weltweiten E-Mail-Verkehr und verursachen einen volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe. Die EU-Kommission schätzt den Produktivitätsverlust durch Spam-E-Mails bei Unternehmen in der Europäischen Union auf 2,5 Milliarden Euro pro Jahr. Hinzu kommen die Kosten der Internetprovider und Netzbetreiber, deren Server und Leitungen mit E-Mail-Müll überlastet werden.

Die Tricks beim Verbreiten der Spam werden immer ausgefeilter, so dass einfach Abwehrmaßnahmen wie das Filtern der eingehende E-Mails nicht mehr ausreichen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat daher zusammen mit IT-Experten Strategien gegen Werbemails und andere unerwünschte E-Mails erarbeitet, die Verantwortlichen in den Firmen bei der Entwicklung einer individuellen Abwehrstrategie gegen Span unterstützten sollen. Die Studie kann unter www.bsi.de/literat/studien/antispam/antispam.pdf kostenlos aus dem Netz geladen werden.

„Es gibt zwar inzwischen viele Informationen zu technischen, rechtlichen und organisatorischen Aspekten, doch es fehlte bislang die Bündelung des Wissens“, sagte BSI-Präsident Udo Helmbrecht gestern bei bei der Präsentation der Studie auf dem IT-Sicherheitskongress in Bonn. Die BSI-Experten haben daher die technischen Lösungen auch unter den Kostenaspekten betrachten und dargestellt.

Die technischen Möglichkeiten zur Spambekämpfung sind heute vorhanden. Deren konsequente Nutzung beseitigt das Problem zwar nicht, mildert aber die Folgen so weit ab, dass E-Mail effektiv einsetzbar bleibt. Als einzig praktikable Lösung bleibt die Filterung der ankommenden E-Mails. Dazu gibt es eine ganze Reihe von Verfahren, die über die Jahre entwickelt und immer weiter verbessert und an die Tricks der Spammer angepasst wurden.

Wegen der Komplexität des weltweiten Mailsystems und der Gegenmaßnahmen der Spammer gibt es kein perfektes Verfahren. „Durch die Kombination mehrerer technischer Verfahren ist es aber heute möglich, das Spamproblem auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, ohne dabei den Empfang erwünschter E-Mails über Gebühr zu gefährden“, sagt BSI-Sprecher Michael Dickopf.

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