Werbung im „iPod-Radio“ noch ganz am Anfang

Firmen experimentieren mit „Podvertising“

Kaum aus der Sommerpause zurück, will sich der angegraute Late-Night-Talker Harald Schmidt noch mal als Trendsetter beweisen: Der Entertainer steigt ins so genannte "Podcasting" ein.
Mit Apples iPod kann man Podcasts hören. Quelle: Handelsblatt

Mit Apples iPod kann man Podcasts hören.

(Foto: Handelsblatt)

HB DÜSSELDORF. Auf iTunes, dem Online-Musikshop von Apple, liefert er mit "iSchmidt" (» www.haraldschmidt.tv) einen wöchentlicher Kommentar per Internet-Radio ab. Die Werbeindustrie steht dagegen dem potenziellen neuen Werbemedium noch eher zurückhaltend gegenüber.

Podcasts sind Audiodateien, die wie Radio-Sendungen aufgebaut sind und über das Internet verbreitet werden. Die oft von Privatpersonen produzierten Sendungen können auf dem PC oder Abspielgeräten wie MP3-Playern gespeichert und abgehört werden. Daher erklärt sich auch der Begriff Podcasting, eine Wortschöpfung aus iPod, dem MP3-Player von Apple, und Broadcasting.

Schätzungen gehen davon aus, dass es in Deutschland bereits rund 200 regelmäßige Podcasts gibt. In den USA werden mehr als 3000 Podshows produziert. ITunes bietet aktuell über 6 500 kostenlose Podcasts zum Download an.

Für Unternehmen könnte das "Web-Radio zum Mitnehmen" als Werbeträger interessant werden. Immerhin haben alleine in den ersten beiden Tagen nach dem Start des Podcast-Dienstes auf der Apple-Seite 1 Millionen Nutzer einen der (kostenlosen) Podcasts abonniert.

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