Wettbewerb im DSL-Markt
Preise für Internetzugang sinken weiter

Der Preiskampf um das schnelle Internet wird die Telekommunikationsbranche unter Druck setzen. Nach einer Studie des Schweizer Marktforschungsinstituts Prognos, die dem Handelsblatt vorliegt, wird die Zahl der privaten DSL-Anschlüsse in den nächsten vier Jahr weiter steigen.

hps DÜSSELDORF. Doch die Erlöse mit den Breitbandanschlüssen gehen aufgrund des noch härter werdenden Preiswettbewerbs ab 2009 zurück. „Der Prozess des Preisverfalls setzt sich in ungehinderter Geschwindigkeit fort“, sagt Holger Delpho, Autor der Marktstudie, voraus. Prognos gehört wie das Handelsblatt zur Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Im vergangenen Jahr hatten nur 34 Prozent aller Haushalte in Deutschland einen schnellen Internetanschluss. Die Bundesrepublik liegt damit nur im europäischen Mittelfeld. Marktführer ist Dänemark mit einer Quote von 63 Prozent. Um dieses Spitzenniveau zu erreichen, braucht Deutschland nach Schätzungen von Prognos noch fünf Jahre.

Derzeit versuchen Telekomkonzerne, aber auch Kabel- und Satellitenfirmen mit Paketen aus Telefonie, Internet und Fernsehen („Triple Play“) Wachstum zu genieren. Doch die Erlöszuwächse sind endlich. Prognos-Forscher Delpho sieht einen ähnlichen Effekt wie bei der Einführung von Handys. Mit einer größeren Zahl von Nutzern sinkt auch der hohe Preis für Mobiltelefonie drastisch.

Kabelkonzerne wie Unitymedia oder KDG werden seiner Meinung nach nur eine Nebenrolle spielen. „Die Telekommunikationskonzerne sind sehr stark im Verkauf und Vertrieb. Da haben die Kabelkonzerne noch einen großen Nachholbedarf", prognostiziert der Experte.

Das zwingt die Anbieter zu neuen Strategien. Nach Angaben der Studie gewinnt vor allem die interne Effizienz in den Firmen an Bedeutung. Nur wer diese Vorteile an die Kunden weiter geben kann, werde künftig im Preis-Leistungsverhältnis die Nase vorn haben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%