Wie Blogs, Flickr und Co. das Internet verändern
Soziale Revolution im Netz

Einzelkämpfer im Internet gehören zu einer aussterbenden Art. Social Software und ihre User machen aus dem Internet ein soziales Netz. Das Motto lautet: "Gemeinsam sind wir stark!"

DAMSTADT. Das Internet erfindet sich immer wieder neu, Stillstand ausgeschlossen. Wer wie Fußballer Michael Ballack in einer bekannten TV-Werbung nur "am Surfen" ist, bleibt schnell auf der Datenstrecke liegen. Denn die neuste Entwicklungsphase sozialisiert das Netz: So genannte "Social Software" erzeugt immer größere private und geschäftliche Netzwerke, die eine Mediengewohnheit gar nicht vertragen: Passivität.

Was ist Social Software?

Das Angebot der Social Software ist so facettenreich, dass sich selbst Experten und Benutzer nicht auf eine Definition einigen können. Internetvordenker Clay Shirkey erklärte den Begriff als "Software, die Gruppeninteraktion unterstützt". Stefan Mosel, erfahrener Internetanwender und Blogger, verdeutlicht in unserem Interview: "Social Software beinhaltet Fotosharing, Social Bookmarks, Weblogs, Wikis (Wikipedia) und Social Networking wie openBC (Open Business Club)."

Fotodienste wie Flickr oder das personalisierte Internetradio Last.fm haben auf den ersten Blick mit Weblogs oder Karrierenetzwerken wie openBC wenig gemein. Doch alle Dienste haben eine bedeutende Gemeinsamkeit: Das Engagement vieler Einzelpersonen garantiert den Erfolg der Angebote.

Diese Erfolge sind nicht unbemerkt geblieben und haben längst das Interesse von Internet-Größen wie Yahoo! oder Google geweckt. So verfügt Yahoo! schon seit längerem über den personalisierten Radiodienst Launchcast und sicherte sich im März diesen Jahres die Online-Foto-Community Flickr und somit auch das kreative Potential der Entwicklerfirma Ludicorp.

Zwei Monate später startete Yahoo! mit My Web 2.0 eine stark überarbeite Version des hauseigenen Bookmark Service und auch Google reihte mit dem mobilen Freundschaftsdienst dodgeball.com einen weiteren Dienst in sein Angebot ein. Dodgeball hilft überwiegend jungen Mitgliedern in 22 Städten der USA dabei, mittels Handy Kontakte untereinander zu knüpfen. Im vergangenen Jahr hatte Google mit Orkut.com bereits einen ähnlichen Dienst erworben.

Nicht nur die jüngsten Erfolge der Produkte könnten hierbei eine Rolle spielen, sondern auch deren Entwicklungspotential. Mit den neu gewonnenen Ressourcen könnten Google und Co. verschiedene, bisher getrennte, Social Software Dienste komplett in ihr Angebot integrieren und ein zusätzliches Geschäftsfeld abdecken.

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