Windows Home Server
Microsoft stellt Multimedia-Speicher für Heimnetze vor

Am Vorabend der Internationalen Funkausstellung (Ifa) hat Microsoft eine neue Speicherlösung für vernetzte Haushalte vorgestellt. Die Windows Home Server genannte Software wird in den nächsten Monaten in Verbindung mit speziellen Speicherboxen von Firmen wie Fujitsu-Siemens, Medion oder Hewlett-Packard als Zentrale von vernetzten Multimedialösungen für das private Heim angeboten.

ruk BERLIN. Gleich vorab: Geräte mit dem Windows Home Server Betriebsystem an Bord sind weder ein PC noch ein Serverrechner im strengen Sinn des Wortes. Sie werden vielmehr als vernetzbare Speichercomputer für die wachsende Zahl von Heimnetzen angeboten. Im Fachjargon der Computerbranche werden sie NAS (Network Attached Storage = Datenspeicher im Netz) genannt.

Solche Speichereinheiten wurden bisher nur in Unternehmen und Büros eingesetzt. Nun sollen sie auch das multimediale Heim erobern. Dort dienen sie als zentrale Speicher für digitale Musik-, Foto- und Videodateien sowie sämtliche PC-Dokumente. Analoge Sammlungen wie Fotoalben, CD-Ordner oder Video-Bibliotheken gehören damit der Vergangenheit an, hoffen Microsoft und seine Partner.

Windows-Home-Server-Produkte sind in Deutschland erstmals ab dem 1. September sowohl im Microsoft Showroom am Kurfürstendamm 26 oder auf den Ständen von Fujitsu Siemens Computers und Medion auf der Ifa zu sehen. Die ersten Geräte werden ab Oktober im Handel sein, versprachen die Microsoft-Partner bei der Vorstellung.

Auf die auf dem Windows Home Server gespeicherten Dateien können alle Familienmitglieder sowie Freunde und Bekannte von zu Hause oder unterwegs zugreifen, sagte Microsoft-Manager Oliver Niedung in Berlin. Durch die Vergabe von entsprechenden Berechtigungen schützt der Server die Daten vor unbefugtem Zugriff. Um Datenverlust zu vermeiden, besitzt die Lösung mindestens zwei Festplatten, kann aber auf bis zu vier Platten erweitert werden. Diese besitzen in der Regel eine Kapazität von 250 oder 500 Gigabyte. Damit kann eine Kapazität von bis zu zwei Terabyte auch zu Hause verwaltet werden.

In drei bis vier Mill. deutschen Haushalten seien mehrere Computer über ein Netzwerk verbunden, sagte Niedung. "Gleichzeitig verzeichnen wir einen ständig wachsenden Speicherbedarf durch digitale Medien, etwa Fotos oder Musikdateien." Die notwendigen Sicherungen, um Datenverluste zu vermeiden, würden aber bislang nur von einem verschwindend kleinen Teil der privaten Computeranwender vorgenommen. Vor diesem Hintergrund habe Microsoft den Home Server als zentralen Medien-Server im Heimnetzwerk entwickelt. Die auf einer Festplatte gespeicherten Daten können automatisch als Sicherungskopie auf einer weiteren hinterlegt werden. Zudem überprüft der Windows Home Server jeden angeschlossenen PC mit Windows Vista oder Windows XP, erstellt automatische Backups der Inhalte und prüft auf regelmäßige Updates, so Microsoft.

Der Windows Home Server baut auf dem Windows Server 2003 auf, der normalerweise in Unternehmen und Organisationen eingesetzt wird. "Für den Home Server ist aber kein Server-Know-how notwendig", sagte Niedung.

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