Windows Vista
Tuning unter der Motorhaube

Seit Mitte März wird das Service Pack 1 für Windows Vista offiziell von Microsoft angeboten. Wer es noch nicht von Hand heruntergeladen hat, wird dieser Tage eine abgespeckte Version über die Update-Funktion auf den PC übertragen bekommen. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Update? Und welche Verbesserungen bringt die Installation?

DÜSSELDORF. Um eins vorwegzunehmen: Die äußerlichen Veränderungen von Windows Vista nach der Installation des Service Pack 1, kurz „SP1“, lassen sich fast an einer Hand abzählen: Der Eintrag „Suchen“ ist aus dem Startmenü verschwunden, die Suchfunktion ermöglicht einen schnelleren und leichteren Zugriff auf externe Suchmaschinen wie Google, die Statusmeldungen beim Kopieren von Dateien melden weniger Status und mehr Informationen über den Kopiervorgang. Darüber hinaus ist es jetzt möglich, die Festplatten-Laufwerke einzeln zu defragmentieren. Dazu kommen ein paar Kleinigkeiten wie eigene Symbole für eingelegte HD-Datenträger und eine korrekte Anzeige des physikalisch vorhandenen Arbeitsspeichers.

Sie meinen, das kann bei einem Download von mehr als 500 MB nicht alles gewesen sein? Stimmt, das SP1 bringt eine Menge mehr mit, doch das meiste davon verbirgt sich sozusagen „unter der Motorhaube“. Denn rund 570 Patches sollen Schwächen und Fehler der originalen Vista-Version beseitigen.

Eine der wichtigsten Änderungen, die SP1 mitbringt, ist der Tausch des Betriebssystemkerns („Kernel“) gegen den des brandneuen „Windows Server 2008“. Damit soll sich einerseits die Nachinstallation von Patches und Updates vereinfachen, und andererseits – wie schon oft - eine deutliche Verbesserung der Geschwindigkeit und der Stabilität einhergehen. Die Beschleunigung von Kopiervorgängen und das Handling von großen Dateien ist mess- und spürbar, wenn auch zum Teil auf Grund eines psychologischen Tricks: Die Statusmeldung eines Kopiervorgangs zeigte bislang eine ganze Weile lang an, dass „der Zeitbedarf des Vorgangs“ berechnet würde, bevor der eigentliche Kopierverlauf eingeblendet wurde. Dabei wurden im Hintergrund schon fleißig Daten bewegt. Jetzt wird wesentlich früher ein aktiver Kopiervorgang angezeigt, was sich einfach schneller „anfühlt“.

Spätestens beim Kopieren von Daten über Netzwerk zwischen zwei Vista-PCs mit SP1 macht sich auch eine reale Verbesserung in Sachen Geschwindigkeit bemerkbar. Beim Kopieren auf ein und demselben Rechner bleibt es jedoch weit gehend beim Alten: Wer bisher alle Patches und Updates von Microsoft über die automatische Update-Funktion installiert hat, besitzt einen ebenso leistungsfähigen Vista-PC. Beim Geschwindigkeitstest mit verschiedenen Benchmarks zeigt sich mit wenigen Ausnahmen ein übereinstimmendes Bild: Die Leistung ist im Großen und Ganzen gleich geblieben. Lediglich das Auspacken von Datei-Archiven hat sich teilweise deutlich beschleunigt.

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