„Wir sind Urheber“
Anonymous hackt sich ins Abseits

Hacker aus dem Umfeld der losen Gruppierung Anonymous haben Teilnehmer der Aktion „Wir sind Urheber“ bloßgestellt. Das stößt auch bei Netzaktivisten auf scharfe Ablehnung. Die Unterstützung für Anonymous bröckelt weiter.
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BerlinMit der Veröffentlichung persönlicher Daten haben unbekannte Täter die Unterschriftenaktion von Künstlern für eine Stärkung des Urheberrechts angegriffen. Auf einer Internet-Plattform für die Veröffentlichung von Dokumenten wurden unter anderem Namen, Geburtsdaten, Adressen und Telefonnummern der Unterzeichner veröffentlicht - unter ihnen prominente Schriftsteller wie Charlotte Roche und der Musiker Sven Regener, der die Debatte im März angestoßen hatte. „Das ist der vorläufige Höhepunkt von beispiellosen kunstfeindlichen Beleidigungen und Beschimpfungen aus der Deckung des Internets“, kritisierten am Montag mehrere Verleger in einer gemeinsamen Erklärung.

Die Täter sollen aus dem Umkreis der Anonymous-Bewegung kommen, die keine festen Strukturen kennt. Sie überschrieben die Veröffentlichung der Daten mit den Worten „fuck your copyright blah blah blah“.

Der öffentliche Aufruf „Wir sind die Urheber! Gegen den Diebstahl geistigen Eigentums“ wurde bislang von mehr als 6000 Personen unterzeichnet. Diese bezeichnen das Urheberrecht als „historische Errungenschaft bürgerlicher Freiheit“ und als „materielle Basis für individuelles geistiges Schaffen“. Sie wenden sich indirekt gegen Initiativen aus mehreren Parteien, das Urheberrecht an die veränderten Bedingungen im Netz anzupassen. Internet-Nutzer reagierten mit einer Gegenerklärung „Wir sind die Bürger“ und riefen zur gemeinsamen Suche nach Lösungen auf.

Die illegale Veröffentlichung von Unterzeichnerdaten solle „Künstler mundtot machen und für vogelfrei erklären“, hieß es in einer gemeinsamen Reaktion von 16 großen Verlagen, darunter Kiepenheuer & Witsch, Suhrkamp, Rowohlt und Hanser. „Wir werden die betroffenen Künstler mit allen, auch juristischen Mitteln gegen diese Nötigung und gegen die Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte verteidigen.“

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Anonymous hackt sich ins Abseits

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CCC nennt Veröffentlichung „wirklich dumm“

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  • Anonym ist jeder der seine Identität nicht preis gibt. Es gibt keinerlei "innere Kreise" oder sowas, es ist schlicht und einfach eine Kommunikationstatktik.

    Daher ist es nicht nur verwirrend sondern grundfalsch, Anonymous als eine Gruppe zu sehen, denn jeder kann anonym auftreten, samt "Anonymous"-Label, ohne auch nur irgendeinen der anderen zu kennen die das ebenfalls tun.

  • @pier

    >> Einfach mal informieren
    >> bevor mal so einen Stammtischstuss
    >> ins Netz entlässt.

    No Chance, das macht der Peer dreimal am Tag und fühlt sich unfassbar cool und gut informiert. Wir, wir sind für ihn nur unwissende Dämlacke, die einfach nicht verstehen wollen, daß hinter allem immer und überall die Illuminieten und die Blöderberger stecken.

    So ist das mit dummen Menschen. Die letzten, die herausbekommen, wie unfassbar dumm sie sind, sind sie selbst ... weil sie, das ist ja das Problem, nicht verstehen können, daß sie dumm sind. Weil sie eben zu dumm sind, das zu verstehen.

    Sie verstehen den Teufelskreis?

    Eben, weil Sie nicht dumm sind ...

  • Diejenigen von Anonymus - oder vielmehr diejenigen, die sich dort unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit verstecken - die so einen Schwachsinn fabrizieren, sollten langsam aber sicher mal ihren Kopf einschalten, denn Sie scheinen gar nicht zu merken, das sie dieser Bewegung mehr schaden als wirklich nutzen. Es ist wirklich die blanke Dummheit, die aus solchen hohlen Köpfen kommt.Allerdings gibt es auch noch ein zweite Möglichkeit, die man nicht gleich beiseite schieben sollte:
    Es hat sich mit purer Absicht jemand daran gemacht, Anonymus in ein schlechtes Licht zu rücken. Das wäre eine sehr einfache Art und Weise, sich solche Mitmenschen vom Hals zu schaffen.Mir fallen spontan 10 Institutionen ein, die ein solches Interesse haben könnten.

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