Wissenschaftler kommunizieren über IPv6: Neue Internetadressen für Forscher

Wissenschaftler kommunizieren über IPv6
Neue Internetadressen für Forscher

Während tausende Forschungsinstitute bereits mit neuen Internetadressen nach dem sogenannten IPv6-Standard kommunizieren, lässt dieser Fortschritt in der kommerziellen Welt noch auf sich warten, obwohl die alten Adressen knapp werden.

hiz DÜSSELDORF. In der vergangenen Woche erfolgt der offizielle Startschuss für das erste weltweite Forschernetz, dass sich IPv6 bedient. Hinter diesem Kürzel verbirgt ein Standard für die Verbindung verschiedener Geräte mit anderen Systemen.

Jedes Gerät im lokalen Netz oder im Internet hat eine Adresse, die IP-Adresse. Der Adressraum ist jedoch beschränkt, denn in den Anfängen des Internet glaubte keiner, dass die weltweite Kommunikation von Rechner zu Rechner jemals so populär werden könnte. Es wurden damals daher 32-Bit-Adressen vereinbart. Damit lassen sich vier Milliarden Geräte adressieren – viel zu wenig wie sich heute zeigt. Experten gehen davon aus, dass jeder Haushalt in Zukunft rund 200 IP-Adressen für Rechner, Organizer, Fernseher, Waschmaschine, Auto etc. benötigen wird.

Schon heute bedienen sich Netzwerkprofis einiger Tricks, um die Adressknappheit zu umschiffen. Zum einen gibt Adressbereiche, die nicht ins Internet weitergeleitet werden. Mit diesen privaten Adressen kann sich jeder ein geschlossenes Netz aufbauen, in dem alle angeschlossenen Geräte untereinander kommunizieren können. Die Verbindung in das Internet ist damit allerdings nicht möglich. Im Internet erhält man von seinem Provider eine IP-Adresse. Die gilt allerdings nur für die aktuelle Verbindung. Beim nächsten Verbindungsausbau ändert sich diese in der Regel. Grund hierfür ist, dass die Provider über weniger Adressen verfügen, als sie Kunden haben. Da nicht immer alle Kunden gleichzeitig online sind, werden die vorhanden Adressen an die gerade Aktiven verteilt. Eine Lösung für den akuten Engpass ist dass von Forschern jetzt eingesetzte IPv6. Hierbei werden 128-Bit Adressen genutzt, die eine fast unvorstellbare Zahl von Geräten ansprechen können: 340 Sextillionen, eine Zahl mit 38 Nullen.

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