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Wolfsgeheul auf dem Telefon wirbt für bedrohte Tiere

Mit Wolfsgeheul oder Affengeschrei als Handy- Klingelton will Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) neue Akzente im Kampf gegen gegen das Aussterben bedrohter Tierarten setzen. Zugleich appellierte der Minister am Montag an Reisende, auf exotische Tiersouvenirs zu verzichten.

dpa BERLIN. Mit Wolfsgeheul oder Affengeschrei als Handy- Klingelton will Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) neue Akzente im Kampf gegen gegen das Aussterben bedrohter Tierarten setzen. Zugleich appellierte der Minister am Montag an Reisende, auf exotische Tiersouvenirs zu verzichten.

„Wer Mitbringsel wie Geldbörsen aus Schlangenleder oder Papageienfedern oder Schildpatt mit nach Hause nimmt, trägt zum Artensterben bei“, mahnte Trittin zum Start einer bundesweiten Artenschutzaktion in Berlin.

Um das Interesse vor allem auch Jugendlicher an diesem existenziellen Naturthema zu wecken, sollen einige der betroffenen Arten jetzt selbst ihre Stimme erheben und als Handy-Klingelton auf ihre Bedrohung aufmerksam machen können. Das Motto lautet: „Nature is Calling“ (Die Natur ruft). Wer will, kann sich das Trompeten eines Afrikanischen Elefanten, das Wolfsgeheul oder Rufe und Laute von Hyäne, Siamang-Affe, Panda oder Papagei auf sein Mobiltelefon aus dem Internet-Angebot des Ministeriums herunterladen (www.bmu.de/klingelton). Über den Multimedia-Message-Service (MMS) lassen sich die Tiertöne in guter Qualität (Realtöne) empfangen. Eine entsprechende Handy-Ausstattung ist Voraussetzung.

Trittin erklärte: „Neben dem Klimawandel ist der Verlust an biologischer Vielfalt die zweite große globale ökologische Herausforderung von existenzieller Bedeutung.“ Jeden Tag sterben laut Schätzungen 150 Tier- und Pflanzenarten aus. Weltweit seien 8 000 Tier- und 40 000 Pflanzenarten gefährdet. Der illegale Handel blühe. So habe der Zoll 2004 knapp 37 000 Exemplare beschlagnahmt. Viele im Reisegepäck verstaute Papageien überlebten die Transporte nicht. Dem Washingtoner Artenschutzabkommen von 1973 sind mittlerweile rund 170 Staaten beigetreten.

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