Wurm ist gefährlicher als angenommen
"Korgo" will Passwörter

Seit gestern treibt ein neuer Computerwurm mit dem Namen „Korgo“ sein Unwesen im Internet. Er hat es dabei angeblich auf Zugangkennungen und Kontodaten abgesehen, die er auf den befallenen Rechnern sucht.

hiz DÜSSELDORF. Der neue Wurm „Korgo“ ist gefährlicher, als zunächst angenommen wurde. Der Schädling, der gestern im Internet auftauchte, sucht laut „PC-Professionell“ gezielt nach Kennwörtern, Kreditkartennummern und Online-Banking-Passwörtern. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationsverarbeitung (BSI) will diese gezielte Gefährdung allerdings nicht bestätigen.

Der Wurm nutzt eine Sicherheitslücke in Windows 2000 und XP, für die seit April ein Patch bereitsteht. Um sich im Netz weiter zu verbreiten greift „Korgo“ über zufällig ausgewählte IP-Adressen erreichbare Rechner an. Stößt er dabei auf Computer, deren Betriebssystem nicht aktualisiert wurde, installiert er sich ohne zutun des Anwenders auf der Festplatte. Nach Angaben von Sicherheitsexperten verschiedener Anbieter von Antivirensoftware nutzt „Korgo“ die gleichen Verbreitungsmechanismen wie der „Sasser“-Wurm. Laut F-Secure wurde ein Vorgänger des neuen Schädlings, bekannt als „Padobot“, von den Virenautoren des „Russian Hangup Team“ geschaffen.

Bei der Installation auf einem Rechner nimmt der Wurm Kontakt zu verschiedenen Computern auf, die meist in Russland stehen. Auf den befallenen Computern öffnet er dazu Schleusen ins Internet. Zusätzlich werden die Tastatureingaben des Anwenders aufgezeichnet und über das Internet an den Auftraggeber verschickt. Dies stellt eine potenzielle Gefahr für Nutzer dar, die Kreditkarten- und Kontoinformation am Computer eingegeben haben.

Sollte der Verdacht bestehen, dass ein Computer von „Korgo“ heimgesucht wurde, so kann bei Bitdefender ein Programm zur Beseitigung des Schädling geladen werden. Mit dem „Baseline Security Analyser“, der kostenlos zum Download bei Microsoft bereitsteht, kann zudem jeder überprüfen, ob sein Rechner alle bekannten Sicherheitslücken geschlossen hat. Mittels des Update-Services von Microsoft, der in Windows integriert ist, wird jede Maschinen auf den neusten Stand gebracht.

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