Zafi-Wurm verdrängt Netsky und Sasser
Neuling führt Viren-Hitliste an

Jeden Monat veröffentlichen die Antiviren-Hersteller eine Liste der aktivsten Schädlinge. In der jüngsten "Sophos-Hitparade" wurden dabei die lange führenden Würmer Netsky und Sasser von Zafi-B abgelöst.

hiz DÜSSELDORF. Die vom Antiviren Spezialisten Sophos zusammengestellte Viren-Hitliste für den Monat Juni 2004 zeigt, dass der ungarische Zafi-Wurm derzeit für fast ein Drittel aller Virenmeldungen verantwortlich ist. Damit hat der hinterlistige Schädling seine Konkurrenten Netsky und Sasser von der Spitzenposition verdrängt. Die restlichen Plätze auf der unrühmlichen Hitparade nehmen aber immer noch die verschiedenen Varianten der einstigen „Spitzereiter“ ein.

Der Neuling Zafi-B tauchte erstmals am 11. Juni auf und verbreitet sich so rasant, dass er sofort an die Spitze der Sophos-Liste stürmte. Er verbreitet sich über Peer-to-Peer-File-Sharing-Systeme. „Der Zafi-B-Wurm ruft vordergründig zu Änderungen in der ungarischen Gesetzgebung auf, wie beispielsweise zur Einführung der Todesstrafe, um die Kriminalität zu bekämpfen. Er setzt somit geschickt gesellschaftliche Probleme ein, um unschuldige Empfänger dazu zu bewegen, den Anhang zu öffnen und den Virus damit zu aktivieren“, erklärt Gernot Hacker, Director of Technology bei Sophos.

Im Juni 2004 entdeckte allein Sophos 677 neue Viren. Die Flut ist so gewaltig, dass mittlerweile mehr als sieben Prozent aller verschickten E-Mails mit einem Virus infiziert sind.

Neben der echten Virenmeldungen tauchen im Internet immer wieder Warnungen vor vermeintlichen Schädlingen auf. Diese so genannten „Hoaxes“, werden von Anwendern, die es gut meinen, an Bekannte und Freunde weiter verschickt und lösen bei den Empfängern unnötige Unsicherheiten aus. Im vergangenen Monat war eine Meldung, die vor Playboyseiten warnte, die am meisten verbreitete Falschmeldung. Sie löste den Hotmail-Hoax ab, der seit Monaten durch die Netze geistert. „Der Hotmail-Hoax hat in diesem Monat zwar den ersten Platz geräumt, doch es treten immer und immer wieder die gleichen Hoaxes auf“, bemerkt Gernot Hacker. „Es ist erstaunlich, dass Computernutzer nicht aufhören, Hoaxes weiter zu verschicken. Dabei wäre es so einfach, sie zu stoppen, indem man sie schlichtweg ignoriert.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%